Rekordgewinn Commerzbank erhöht Dividende

Deutschlands zweitgrößte Bank erfreut die Börse mit einem Rekordgewinn. Das Ergebnis stieg um 35 Prozent. Die Commerzbank hat das selbstgesetzte Renditeziel übertroffen. Die Aktionäre sollen mit einer höheren Dividende belohnt werden.

Frankfurt am Main - Die Commerzbank  hat 2006 einen Rekordgewinn eingefahren und will ihre Dividende erhöhen. Der Gewinn sei im Vergleich zum Vorjahr um 35 Prozent auf 1,597 Milliarden Euro gestiegen, teilte das Finanzinstitut am Mittwoch in Frankfurt mit. Die Aktionäre sollen über eine höhere Dividende von 75 Cent je Aktie an dem Gewinnsprung beteiligt werden. Für 2005 hatte die Commerzbank 50 Cent ausgeschüttet. Für das laufende Jahr hob die Commerzbank ihr Renditeziel an und erwartet nun eine Nachsteuerrendite von mehr als 12 Prozent. Bisher hatte sie 11 Prozent angepeilt.

Die erst für 2007 angepeilte Rendite übertraf die Commerzbank bereits im vergangenen Jahr: 2006 lag die bereinigte Eigenkapitalrendite nach Steuern bei 11,2 Prozent. In Aussicht gestellt hatte das Institut mindestens 10 Prozent. "Die Commerzbank mischt wieder mit", sagte Commerzbank-Chef Klaus-Peter Müller. "Wir sind wieder da: erfolgreich, gesund, munter und bereit zu wachsen."

Starkes Wachstum verzeichnete die Bank wie erwartet im Handel. Das Handelsergebnis kletterte um rund 70 Prozent auf 1,18 Milliarden Euro. Der Zinsüberschuss hielt sich mit 3,916 Milliarden Euro in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft wird mit 878 Millionen Euro ausgewiesen. Darin enthalten sei die Sonderrisikovorsorge von 293 Millionen Euro, die für die Integration des im vergangenen Jahr komplett übernommenen Immobilienfinanzierers Eurohypo anfiel.

Das laufende Jahr hat nach Auskunft der Bank ebenfalls gut begonnen. Die Commerzbank werde weiter auf Kostendisziplin achten und den Anteil der Provisionserlöse an den Gesamterträgen steigern. Für dieses Jahr erwartet die Bank weiter eine laufende Risikovorsorge auf dem Niveau von 2006 (637 Millionen Euro). Im vergangenen Herbst hatte die Bank allerdings angekündigt, dass in 2007 zudem ein negativer Einmaleffekt anfällt, der auf die neuen Eigenkapitalrichtlinien Basel II zurückzuführen ist.

Der Provisionsüberschuss profitierte im vergangenen Jahr vom lebhaften privaten Wertpapiergeschäft und verbesserte sich im Rahmen der Erwartungen auf 2,861 Milliarden Euro. Ein Händler zeigte sich von den Zahlen überzeugt. "Bis auf den Nettogewinn sind alle Kennzahlen besser als erwartet ausgefallen", sagte der Börsianer am Mittwochmorgen. Er hob zudem das von 11 auf 12 Prozent angehobene Renditeziel für 2007 positiv hervor.

manager-magazin.de mit Material von dpa und dpa-afx

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