UBS Dividende soll kräftig steigen

Die größte Schweizer Bank UBS hat im vergangenen Geschäftsjahr den Gewinn vor Sonderposten mit 7,5 Milliarden Euro stärker gesteigert als erwartet. Die Bank kündigte zudem ein neues Aktienrückkaufprogramm an und erhöht die Dividende kräftig.

Zürich - Der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft sei von 9,78 Milliarden Franken auf 11,49 Milliarden Franken geklettert, teilte die Bank am Dienstag in Zürich mit. Von der Schweizer Agentur AWP befragte Experten hatten mit einem geringeren Gewinn gerechnet.

Inklusive Gewinnen aus abgetrennten Sparten sank der Wert von 14,03 Milliarden Franken auf 12,26 Milliarden Franken (7,5 Milliarden Euro). Damit hat die Bank zwar etwas weniger als im Rekordjahr zuvor verdient. Im Gewinn von 14,0 Milliarden Franken im Jahr 2005 waren allerdings auch drei Milliarden durch den Verkauf von Vermögensverwaltungen enthalten.

Die Dividende soll auf 2,20 Schweizer Franken je Aktie erhöht werden. Im vergangenen Jahr hatte die UBS  1,60 Franken je Aktie ausgeschüttet und denn Nennwert um 0,30 Franken reduziert. Das neue Aktienrückkaufprogramm ermächtigt den Vorstand 10 Prozent der ausstehenden Anteile zurückzukaufen. Das Programm laufe über drei Jahre und entspreche gemessen am aktuellen Kursniveau rund 16 Milliarden Franken.

Verwaltete Vermögen bei drei Billionen Franken

Die Erträge seien im vergangenen Jahr um 17 Prozent auf 48,17 (Prognose: 46,82) Milliarden Franken geklettert, während die Aufwendungen um 18 Prozent auf 33,5 Milliarden Franken zulegten. Der bei der UBS - dem größten Vermögensverwalter der Welt - viel beachtete Neugeldzufluss sei von 148,5 auf 151,7 Milliarden Franken gestiegen. "Gestützt auf diese starken Zuflüsse sowie auf die erhöhten Marktbewertungen bewegen sich die verwalteten Vermögen nahe der Marke von drei Billionen Franken", hieß es. Zudem teilte die UBS mit, dass das Jahr 2007 gut begonnen habe.

Boomende Finanzmärkte im Vermögensverwaltungsge-schäft und im Investment-banking führten für die UBS zu dem guten Ergebnis. Der Neugeldzufluss an Vermögensverwaltungsgeldern erreichte mit knapp 152 Milliarden Franken ebenfalls eine Bestmarke. Vor allem im Schlussquartal sammelte UBS deutlich mehr Geld ein als von Analysten erwartet.

"2007 hat gut begonnen"

"2007 hat gut begonnen"

Auch das Jahr 2007 habe gut begonnen, teilte die Bank am Dienstag in Zürich mit. "Die zu erwartenden M&A-Transaktionen sind vielversprechend, die Anleger nach wie vor zuversichtlich und dementsprechend aktiv", hiess es. Im laufenden Jahr wolle UBS das Hauptaugenmerk auf die Integration der neu übernommenen Geschäftsaktivitäten richten.

Der größte Ertragsschub für die Bank kam im vierten Quartal aus dem Geschäft mit der Verwaltung von Vermögen reicher Kunden, dem Wealth Management, wo der Gewinn vor Steuern des fortgeführten Geschäfts um 27 Prozent auf 1,418 Milliarden Franken stieg. Die Investmentbank, die im dritten Quartal enttäuschend abgeschnitten hatte, holte auf.

Insgesamt wuchs der Gewinn im Quartal um 19 Prozent auf 3,145 Milliarden Franken (1,97 Milliarden Euro). Beim Neugeldzufluss im Wealth Management traf der Konzern mit 21,7 Milliarden Franken die Markterwartungen. Frische Gelder seien vor allem aus Asien und Amerika geflossen. Dagegen nahm der Zufluss im europäischen und im inneramerikanischen Geschäft ab. "Alles in allem sind es gute Zahlen", sagte ZKB-Analyst Andreas Venditti.

Cost-Income-Ratio über 70 Prozent

Insgesamt verwaltete der Konzern zum Ende des Berichtsjahres mit 2989 Milliarden Franken vier Prozent mehr Geld als Ende September. Ende 2005 hatten die verwalteten Vermögen 2652 Milliarden Franken betragen.

Im Schlussquartal des Jahres 2005 hatte UBS den Gewinn aus dem Verkauf seiner Privatbanken und der Investmentgesellschaft GAM an Julius Bär von 3,7 Milliarden Franken verbucht. Der Gewinn des Jahres 2005 betrug einschließlich dieser Erlöse 14,03 Milliarden Franken.

Die Cost-Income Ratio des Finanzdienstleistungsgeschäftes verringerte sich für 2006 auf den tiefsten je ausgewiesenen Stand von 69,7 Prozent. Für das vierte Quartal lag die Cost-Income-Ratio mit 70,6 Prozent leicht unter den 70,9 Prozent des Vergleichsquartals de Vorjahres.

manager-magazin.de mit Material von dpa, reuters

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