Strom Privatkunden zu teuer

Der Energieverkauf im Supermarkt rentiert sich nicht. Rewe und HEW lassen ihren geplanten Verkaufsstart deshalb platzen.

Hamburg - Der für 15. November von der Hamburgischen Electricitäts-Werke AG (HEW) und der Rewe Zentral AG, Köln, geplante Start des bundesweiten Verkaufs von Strom über das Filialnetz des Handelskonzerns ist auf Eis gelegt.

"Wir haben uns zurückgezogen, da Haushaltskunden nur eine geringe Wechselbereitschaft zeigen und zudem der Werbeaufwand sich für uns nicht rechnet", sagte HEW-Sprecher Mario Spitzmüller. Insider sprechen von 160 Mark, die HEW jeder zusätzliche Haushaltskunde gekostet hätte. Einzig einen "Werkstarif" für Rewe-Mitarbeiter soll es laut Spitzmüller in Zukunft bundesweit für Privathaushalte geben.

Das bereits 1998 paritätisch gegründete Gemeinschaftsunternehmen, die EHA Energie-Handels-Gesellschaft mbH & Co. KG in Hamburg, wird sich nun statt auf Haushaltskunden vermehrt um Bündelkunden kümmern. Derzeit betreut EHA bereits zwei Terawattstunden für die Filialketten des Rewe-Konzerns wie Stinnes oder Toom.