MAN Rekordgewinn eingefahren

Der Nutzfahrzeughersteller MAN hat einen Gewinn von über einer Milliarde Euro eingefahren. Ein Rekordergebnis. Und 2007 soll es so weitergehen. Die gescheiterte Übernahme von Scania scheint vergessen.

München - Der Maschinenbau- und Nutzfahrzeugkonzern MAN  hat erstmals einen operativen Gewinn von über einer Milliarde Euro erzielt. Das ist das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte.

Genauer beziffert, ist das operative Ergebnis sei 2006 im Vergleich zum Vorjahr um 64 Prozent auf 1,105 Milliarden Euro gestiegen, teilte der Münchner Konzern am Dienstag mit. Der Umsatz legte um 15 Prozent auf 13 Milliarden Euro zu. Die Dividende soll nun auf 1,50 von 1,35 Euro je Aktie erhöht werden. Zudem soll es einen Bonus von 50 Cent je Aktie geben.

Unterm Strich bleibt dem Unternehmen ein Überschuss von 925 Millionen Euro nach 472 Millionen Euro im Vorjahr. Die Prognose der Experten hatte hier bei 898 Millionen Euro gelegen. Geholfen hat bei dieser Entwicklung die hohe Nachfrage nach Lastkraftwagen.

Für 2007 erwartet MAN einen weiteren Anstieg des operativen Ergebnisses. Man erwarte einen Auftragseingang in der Größenordnung von 16 Milliarden Euro. Der Umsatz werde auch wegen des hohen Auftragsbestandes, gegenüber dem Vorjahresvolumen von 13 Milliarden Euro um mehr als 5 Prozent steigen. Insgesamt sei in allen produzierenden Bereichen ein Zuwachs zu erwarten.

Für das operative Ergebnis sieht MAN einen weiteren Anstieg. Bei weiterhin günstigem Konjunkturverlauf und der unverändert starken Auftragslage will MAN eine Umsatzrendite von 9 Prozent erreichen.

"Alle Bereiche sind gut aufgestellt und haben zur sehr positiven Entwicklung der MAN-Gruppe beigetragen", sagte Vorstandschef Hakan Samuelsson. Die Nachfrage nach Transportleistungen und der Energiebedarf seien weltweit gestiegen, zudem habe MAN durch Kostensenkungen seine Ertragskraft gesteigert.

Zu dem gescheiterten Angebot für den schwedischen Konkurrenten Scania sagte Samuelsson, die industrielle Logik des Konzeptes sei anerkannt worden. "Wir sind nun offen für einvernehmliche Lösungen."

manager-magazin.de mit Material von dpa, dow jones und reuters

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