State Street Der verlängerte Arm

Der Handel mit Wertpapieren im Auftrag fremder Banken ist für manche Geldhäuser zu einem Milliardengeschäft geworden. Entsprechend begehrt sind die Finanzinstitute. Die amerikanische Spezialbank State Street hat sich jetzt durch eine Milliarden-Übernahme eine gute Marktposition gesichert.

New York - Der US-Wertpapierverwahrer State Street übernimmt für rund 4,5 Milliarden Dollar in Aktien den Konkurrenten Investors Financial Services. Je Investors-Financial-Services-Aktie bietet State Street 65,01 Dollar und damit einen Aufschlag von 38 Prozent gegenüber dem Schlusskurs von Freitag, wie die Spezialbank heute mitteilte.

Im laufenden Jahr wird die Übernahme den Angaben zufolge das operative Ergebnis von State Street drücken, erst 2009 erwartet die Gesellschaft zusätzliche Gewinne.

Erst im vergangenen Jahr hatten Mellon Financial und die Bank of New York angekündigt, sich zusammenzuschließen und damit einen der größten Wertpapierverwahrer des Landes zu bilden. Damit erhöhte sich auch der Druck auf State Street, selbst Übernahmen voranzutreiben.

Die Transaktion, für die das US-Haus nun umgerechnet 3,5 Milliarden Euro auf den Tisch blättert, soll bis zum dritten Quartal 2007 abgeschlossen sein. State Street hatte im Januar bereits den Kauf der US-Spezialbank Currenex angekündigt, die elektronische Handelsdienste anbietet.

State Street will nun bis zu 62 Millionen neue Aktien auszugeben. Die Investors-Financial-Servies-Aktionäre sollen je Anteilsschein 0,906 Aktien von State Street erhalten. Die Aktien von Investors Financial reagierten mit einem Kurssprung von rund 30 Prozent auf 61,05 Dollar. Die Papiere von State Street gaben dagegen um 4,8 Prozent auf 68,30 Dollar nach.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx und reuters

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