Ryanair Nochmals nachgelegt

Europas bekanntester Billigflieger bleibt auf Wachstumskurs. Ryanair hat angekündigt, im laufenden Geschäftsjahr deutlich mehr Geld zu verdienen als es dem Management des irischen Unternehmens bisher möglich schien. An der Börse steigt der Aktienkurs von Ryanair.

Dublin - Der Billigflieger Ryanair  hat nach einem Gewinnsprung im dritten Geschäftsquartal seine Ziele für das Gesamtjahr erneut angehoben.

Angesichts der Ergebnisse für das abgelaufene Jahresviertel sowie der bislang absehbaren Buchungen erwarte man nun für das Ende März auslaufende Geschäftsjahr ein Gewinnwachstum um rund 29 Prozent auf 390 Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Montag in Dublin mit. Erst im November hatte Ryanair die Prognose auf 350 Millionen Euro angehoben.

Im dritten Quartal steigerte Ryanair den Überschuss um 30 Prozent auf 47,7 Millionen Euro oder 6,18 Euro je Aktie. Dieses Plus in einer Phase intensiven Wettbewerbs und höherer Ölpreise zeige die Belastbarkeit des Niedrigpreismodells von Ryanair, sagte Vorstandschef Michael O'Leary. Der Umsatz legte im dritten Quartal um ein Drittel auf 492,8 Millionen Euro zu. Händler und Analysten lobten die Zahlen und den neuen Gewinnausblick. Die Aktie legte kräftig zu und notierte zuletzt 6,3 Prozent im Plus bei 11,90 Euro.

Unterdessen schloss das Unternehmen ein erneutes Übernahmegebot für die irische Fluggesellschaft Aer Lingus nicht aus. O'Leary zeigte sich zuversichtlich, dass die Europäische Union für die Übernahme des Konkurrenten Aer Lingus nach der vertieften Prüfung doch noch grünes Licht gibt. Für den Fall werde Ryanair mit größter Wahrscheinlichkeit ein neues Angebot für die Fluggesellschaft vorlegen.

Der Konzern hatte sein Gebot von 2,80 Euro pro Aer-Lingus-Aktie im Dezember zurückgezogen, nachdem die Europäische Union Wettbewerbsbedenken signalisiert hatte. Ryanair hält bereits 25,2 Prozent an dem irischen Konkurrenten und beziffert den Wert des Anteils auf insgesamt 342 Millionen Euro.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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