Steinbrück Gütesiegel für Hedgefonds

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück will bei einem Treffen der G7-Finanzminister offenbar eine umfangreiche Initiative zur besseren Kontrolle von Hedgefonds vorlegen. Teil des Vorschlags ist die Einstufung der Fonds durch unabhängige Ragingagenturen.

Hamburg - Nach Überlegungen aus dem Bundesfinanzministerium sollen vor allem die Banken, die Geld an die Hedgefonds ausleihen, für mehr Transparenz in der umstrittenen Branche sorgen, wie das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL berichtet. Die Finanzminister und Notenbankchefs der sieben führenden Industriestaaten (G7) treffen sich am Freitag und Samstag kommender Woche in Essen.

Die Kreditinstitute sollen dem Bericht zufolge den staatlichen Bankenaufsichtsbehörden offenbaren, wie viel Geld sie an welche Hedgefonds ausgeliehen haben. Dadurch verspreche sich Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) Auskünfte über die Risikostreuung der Fonds. Die Hedgefonds selbst sollten aufgefordert werden, ihre Informationspolitik gegenüber Banken, Anlegern und Öffentlichkeit zu überdenken.

Als Ziel strebten die G7-Finanzminister an, dass sich die bislang weitgehend unregulierten Fonds einem freiwilligen Verhaltenskodex unterwerfen. Auch könnte sich die Branche von unabhängigen Ratingagenturen durchleuchten lassen, um dann eine Art Gütesiegel für ihre Arbeit zu bekommen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte erst jüngst bei der Eröffnung des Weltwirtschaftsforums in Davos angekündigt, im Rahmen der laufenden deutschen G8-Präsidentschaft die Transparenz auf den internationalen Finanzmärkten erhöhen zu wollen. Nachholbedarf attestierte sie vor allem den Hedgefonds. Bei den G8-Staaten handelt es sich um die weltweit sieben führenden Wirtschaftsnationen (G7) zuzüglich Russland.

manager-magazin.de mit Material von ddp

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