Henkel Ausblick drückt Börsenkurs

Die Verbraucher haben in den vergangenen Monaten mehr Waschmittel, Kosmetika und Klebstoffe gekauft. Gut für Henkel - der Konzern konnte seinen Quartalsgewinn deutlich steigern. Aufgrund des zurückhaltenden Ausblicks steht die Aktie dennoch unter Verkaufsdruck.

Düsseldorf - Der Konsumgüterkonzern Henkel  hat dank der regen Nachfrage der Verbraucher nach Waschmitteln, Kosmetika und Klebstoffen im vierten Quartal und im Gesamtjahr 2006 Umsatz und operatives Ergebnis (Ebit) deutlich gesteigert. Auch 2007 will der Konzern bei Umsatz und Ertrag weiter wachsen - doch fallen die Prognosen weniger konkret aus als noch im Vorjahr.

"Auch 2006 war Henkel wieder erfolgreich", bilanzierte Konzernchef Ulrich Lehner am Donnerstag in Düsseldorf. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2006 habe der Konzern einen operativen Gewinn (Ebit) von 1,298 (Vorjahr: 1,16) Milliarden Euro bei einem auf 12,740 Milliarden Euro gestiegenen Umsatz eingefahren. Unter dem Strich kletterte der Gewinn des durch Marken wie Pritt oder Persil bekannten Konzerns auf 855 (757) Millionen Euro.

Im vierten Quartal legte der operative Gewinn (Ebit) auf 323 (301) Millionen Euro zu. Henkel erreichte damit die Erwartungen von Analysten, die ein Ebit von 1,294 Milliarden Euro für das Gesamtjahr und 328 Millionen Euro für das vierte Quartal erwartet hatten.

Deutliche Steigerungsraten erreichte Henkel vor allem im Geschäft mit Kosmetika und Klebstoffen. Hier stieg der operative Gewinn jeweils prozentual zweistellig. Im wichtigen Geschäft mit Waschmitteln wie Persil erhöhte sich der organische Umsatz um 4,6 Prozent. Das Ebit legte in dem Bereich 2006 um 3,7 Prozent auf 449 Millionen Euro zu.

An dem 2006 erreichten Wachstum will der Konzern auch seine Aktionäre beteiligen. Die Anteilseigner sollen für 2006 eine Dividende von 1,50 Euro je Vorzugsaktie und 1,44 Euro für die Stämme erhalten.

Bei der Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2007 blieb der Konzern angesichts der Unsicherheiten über die Währungsentwicklungen und die Rohstoffpreise weniger konkret als noch im Vorjahr. 2007 wolle Henkel den organischen Umsatz um 3 bis 4 Prozent steigern, kündigte der Düsseldorfer Konzern an. Das Ebit und das Ergebnis je Vorzugsaktie sollen stärker als der organische Umsatz zulegen. Für 2006 hatte Henkel bei den beiden Größen noch Steigerungen von jeweils 10 Prozent vorausgesagt - die der Konzern dann zum Jahresende übertreffen konnte.

Die Aktien standen am Vormittag unter starkem Verkaufsdruck. Henkel-Papiere waren mit einem Minus von rund 3,5 Prozent Schlusslicht im Dax .

manager-magazin.de mit Material von reuters

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