T-Aktie Manfred Krug bereut Werbung

Der Schauspieler Manfred Krug war das Gesicht der Volksaktie. Mit seinen Werbespots half "Liebling Kreuzberg" 1996, die Telekom-Titel populär zu machen. Für die meisten Anleger geriet das Investment zum Verlust - auch für Krug selbst. Nun bezeichnet er die Werbung als Fehler.

Hamburg - Manfred Krug hat seine Werbespots für die T-Aktie  als seinen größten beruflichen Fehler bezeichnet. "Ich entschuldige mich aus tiefstem Herzen bei allen Mitmenschen, die eine von mir empfohlene Aktie gekauft haben und enttäuscht worden sind", sagte er in einem Interview mit dem Magazin "Stern". Gleichzeitig ließ er durchblicken, dass er sich als schlecht informierter Laie missbraucht fühle. Die Entschuldigung gelte nur für diejenigen, "die nicht klüger waren als ich selbst", nicht jedoch für die "Zocker, die das Spiel kennen".

Krug gestand ein, dass seine Empfehlung die Käufer der T-Aktie zu Schaden gebracht habe. Zumindest habe sie ihnen "nicht den Gewinn gebracht, den sie nach ihrem Einsatz erwarten durften". Das gelte auch für ihn, "der ich aus Überzeugung ebenfalls diese Aktien kaufte". Seine Telekom-Aktien besitze er immer noch. "Ich betrachte es als eine Art Selbstbestrafung. Es sind bis heute die einzigen Aktien, die ich selbst gekauft habe", sagte Krug.

Derzeit notieren Telekom-Werte mit 13 bis 14 Euro noch unter dem Ausgabekurs vom 18. November 1996, der 28,50 Mark (14,57 Euro) betragen hatte. Am höchsten notierte die Volksaktie am 6. März 2000 mit 103,50 Euro. Die Deutsche Telekom leidet unter der Massenabwanderung von Kunden zu billigeren Angeboten der Konkurrenz. Zuletzt musste der Konzern am Sonntag seine Gewinnerwartung für dieses Jahr um eine Milliarde Euro herabstufen und löste damit einen weiteren Kurseinbruch der T-Aktie aus.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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