Börse Dax wieder obenauf

Trotz der deutlichen Verluste von SAP baut der Dax bis zum Mittag seine Gewinne aus und steigt über die Marke von 6700 Zählern. Die Aktien von MAN profitieren von neuen Übernahmespekulationen.

Frankfurt am Main - Nach positiven Vorgaben aus Übersee sind die meisten deutschen Aktien am Mittwoch mit Kursgewinnen in den Handel gestartet. Der Dax  baute bis zum Mittag seine Gewinne au 0,5 Prozent aus.

Der MDax  mittelgroßer Werte rückte bis zum Mittag um 0,36 Prozent auf 9650 Zähler vor. Der TecDax  knackte die 800-Punkte-Marke und gewann 0,34 Prozent auf 800 Punkte.

Der US-Leitindex Dow Jones  hatte nach Xetra-Schluss noch rund 15 Punkte gewonnen und gut behauptet geschlossen. Auch der Nikkei in Tokio verbuchte Gewinne. Der Nasdaq Composite schloss dagegen unverändert.

SAP-Aktie rutscht ab

Im Fokus standen zunächst die Aktien von SAP  die mehr als 5 Prozent auf 36,40 Euro absackten - ein Niveau, das die Titel zuletzt im September vergangenen Jahres inne hatten.

Europas größter Softwarehersteller will verstärkt in das Geschäft mit dem Mittelstand investieren und rechnet daher mit einer weiter sinkenden Profitabilität. Händler bemängelten den Margenausblick. Zudem habe Cheuvreux die Titel von "Outperform" auf "Underperform" abgestuft.

Neue Spekulationen um MAN

Papiere von MAN  setzten sich auch einen Tag nach der Ankündigung des Rückzugs von dem milliardenschweren Übernahmeangebot für den schwedischen Konkurrenten Scania  mit einem Plus von rund 4 Prozent an die Indexspitze. "Am Markt gibt es Gerüchte, dass jetzt Volkswagen und der schwedische Scania-Großaktionär Investor AB ein gemeinsames Angebot für MAN abgeben könnten", sagte ein Händler. Dieses Angebot könnte rund 85 Euro je Euro betragen. JP Morgan bestätigte die Titel außerdem mit "Overweight" und Kursziel 88,36 Euro.

Investoren spekulieren auf HVB-Squeeze-Out

Aktien der HypoVereinsbank  (HVB) gewannen angesichts von Squeeze-Out-Spekulationen mehr als 6 Prozent auf 36,68 Euro und führten damit die Gewinnerliste im MDax  an. Die UniCredit-Tochter muss nach der geplante Zwangsabfindung (Squeeze-Out) durch den italienischen Mutterkonzern aber voraussichtlich den Platz im MDax räumen.

"Heißer Kandidat ist nun Symrise  - der jüngst größte Börsengang", sagte ein Händler. Dem stimmte auch Marktstratege Matthias Jörss von Sal. Oppenheim zu - der Duft- und Geschmacksstoffe-Hersteller habe die besten Chancen. Bei einem Squeeze-Out der HVB-Aktie wird der Platz innerhalb der kommenden drei Handelstage geräumt und muss neu besetzt werden. Aktien von Symrise stiegen um 1,68 Prozent auf 20,55 Euro.

Der Kurs von GPC Biotech  sank im TecDax  um 0,54 Prozent auf 21,90 Euro. Das Biotech-Unternehmen plant eine Privatplatzierung von bis zu 1.564.587 Aktien. Diese sollen an institutionellen Investoren verkauft werden. Händlern zufolge sollte dies die Stimmung für die Aktie nur kurzfristig belasten, Investoren dürften an den Aktien interessiert sein. Die Spanne solle demnach zwischen 21,20 und 21,50 Euro liegen.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx