General Electric Quartalsgewinn verdoppelt

Für den weltgrößten Mischkonzern General Electric läuft das Geschäft glänzend. In den letzten drei Monaten 2006 verdoppelte sich der Gewinn sogar im Vergleich zum Vorjahr, allerdings dank Sondereinflüssen. Das Unternehmen expandiert im Pharmageschäft.

Fairfield (Connecticut) - General Electric (GE)  hat dank guter Geschäftsentwicklung in fast allen Geschäftssparten seinen Gewinn 2006 um 25 Prozent auf 20,8 Milliarden Dollar (16,1 Milliarden Euro) erhöht. Besonders gut entwickelten sich die Gewinne der Infrastruktur- und Medizin-Sparten sowie des Finanzgeschäfts. Der Gewinn pro Aktie lag im Gesamtjahr bei 2,00 (Vorjahr: 1,57) Dollar. Der Umsatz erhöhte sich um zehn Prozent auf 163,4 Milliarden Dollar.

GE gab zudem den Kauf von zwei Diagnostikbereichen des US- Pharmakonzerns Abbott Laboratories  für 8,13 Milliarden Dollar bekannt. Konzernchef Jeff Immelt kündigte außerdem an, dass ein möglicher Verkauf der GE-Kunststoffsparte überprüft werde. Das Unternehmen wolle aber sein Aktienrückkaufprogramm von fünf bis sieben Milliarden Dollar für 2007 beibehalten.

Im Schlussquartal 2006 hatte sich der Gewinn mehr als verdoppelt und erreichte 6,6 (3,2) Milliarden Dollar. Allerdings hatte es im entsprechenden Vorjahresabschnitt Sonderbelastungen von 2,7 Milliarden Dollar durch einen abgestoßenen Geschäftsbereich gegeben. Der Gewinn je Aktie betrug 64 (30) Cent. Der Quartalsumsatz erhöhte sich um elf Prozent auf 44,6 Milliarden Dollar.

GE ist einer der weltgrößten Finanzdienstleister, bietet Flugzeugtriebwerke, Kraftwerke, Kunststoffe, Ölfeld- und Wasserwerks-Produkte sowie viele andere industrielle und Umwelterzeugnisse an. Das Unternehmen zählt mit NBC Universal auch zu den weltgrößten Medien- und Unterhaltungskonzernen und ist ein führendes Medizintechnikunternehmen.

Immelt gab sich für das laufende Jahr optimistisch. Er rechnet mit einem Gewinn von 2,18 bis 2,23 Dollar je Aktie aus dem laufenden Geschäft, was einer Steigerung von zehn bis zwölf Prozent bedeuten würde. Er geht für das laufende erste Quartal von einem Gewinn von 43 bis 45 Cent je Aktie aus, oder einer Gewinnsteigerung von acht bis 13 Prozent.

Die Gesellschaft gab am Freitag zudem bekannt, dass sie ihre Bilanzen rückwirkend für die Jahre 2001 bis 2005 und die ersten drei Quartale 2006 revidiert hat. Die Änderungen waren wegen bestimmter Finanz-Programme notwendig geworden, die von der amerikanischen Wertpapier- und Börsenkommission überprüft worden waren. Die Bilanzänderungen führten für den Gesamtzeitraum zu einer Gewinnreduzierung von insgesamt 343 Millionen Dollar.

manager-magazin.de mit Material von dpa