DIW-Prognose Wachstum trotz Steuerdämpfer

Die höhere Mehrwertsteuer wird das Wachstumstempo der Wirtschaft 2007 nicht abwürgen. So lautet die Prognose des DIW-Instituts zum Jahresauftakt. Stolpersteine auf dem Weg zur Gesundung der Konjunktur gebe es aber dennoch.

Berlin - "Alles in allem wird die konjunkturelle Entwicklung zwar von den Auswirkungen der Finanzpolitik belastet, ein Abbruch des gegenwärtigen Aufschwungs ist jedoch derzeit nicht in Sicht", erklärte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) am Freitag in seinem Konjunkturbarometer.

Für die Monate Januar bis März erwarten die Berliner Forscher einen Anstieg der Wirtschaftsleistung von knapp 0,4 Prozent zum Jahresende.

Für das Schlussquartal 2006 veranschlagen die Experten ein saison- und kalenderbereinigtes Wirtschaftswachstum von 0,8 Prozent. Das Statistische Bundesamt hatte am Donnerstag nach ersten Berechnungen geschätzt, die Wirtschaft habe im vierten Quartal um rund 0,5 Prozent zugelegt. Wegen der Vorzieheffekte der Mehrwertsteuer sei eine Schätzung allerdings schwierig.

Positivtrend in der Baubranche gestoppt?

Die positive Entwicklung zum Jahresanfang dürfte dem DIW zufolge abermals von einer robusten Industriekonjunktur getragen sein. Beim Bau sei hingegen mit einem leichten Rückgang zu rechnen. Während Finanz- und Unternehmensdienstleistungen überdurchschnittlich zum Wachstum beitrügen, dürften sich öffentliche und private Dienstleistungen schwächer entwickeln.

"Darüber hinaus ist zu erwarten, dass die Mehrwertsteuererhöhung sowie die nunmehr fehlenden vorgezogenen Käufe deutliche Spuren im Handel hinterlassen werden." Die Wirtschaft war 2006 vor allem wegen Impulsen aus dem Inland mit 2,5 Prozent so stark gewachsen wie seit sechs Jahren nicht mehr.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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