Euronext/Nyse Regulierer erlauben Fusion

Die Fusion zur ersten transatlantischen Superbörse ist so gut wie perfekt. Nach den Aktionären haben jetzt auch die europäischen Regulierungsbehörden den Zusammenschluss von Euronext und Nyse abgesegnet.

Amsterdam - Die Mehrländerbörse Euronext  hat nach eigenen Angaben von einem Komitee europäischer Regulierungsbehörden grünes Licht für ihre Fusion mit der New York Stock Exchange (Nyse)  erhalten. Dies teilte die Euronext am Donnerstag mit.

Damit ist die Fusion zur ersten transatlantischen Börse praktisch perfekt. Die Aktionäre der beiden Börsenbetreiber hatten dem Zusammenschluss im Volumen von rund 14 Milliarden Dollar bereits zugestimmt.

Die Zustimmung ist Voraussetzung dafür, dass die Euronext den nächsten Schritt gehen und die Vorschläge nun auch bei den nationalen Börsenaufsichten einreichen kann. Die Bewilligung nehme die Entscheidung der nationalen Börsenaufsichten in Frankreich, den Niederlanden, Belgien, Portugal und Großbritannien aber weder vorweg, noch sei sie bindend. Es gilt aber als sicher, dass die nationalen Aufsichtsbehörden der Fusion zustimmen werden.

Der neue Handelsplatz wird Standorte in New York, Paris, Amsterdam, Brüssel, Lissabon und London haben. Die Vorstände von Euronext und der größten US-Börse hatten sich bereits im vergangenen Sommer auf die Fusion, die de facto eine Übernahme der Europäer darstellt, verständigt und eine Gegenofferte der Deutschen Börse  über Monate hinweg abgelehnt.

In ihrem Ringen um die zweite tranatlantische Börsenfusion verlängerte die US-Computerbörse Nasdaq  angesichts der bisher nur bescheidenen Zustimmung ihr Angebot für die London Stock Exchange (LSE) . Das Angebot von 1243 britischen Pence könne nun bis zum 26. Januar angenommen werden, teilten die Amerikaner am Donnerstag mit. Zuvor war die erste Angebotsfrist ausgelaufen. Den Angaben zufolge haben bisher lediglich 0,6 Prozent des LSE-Kapitals das Angebot angenommen.

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters