Alcoa Höchster Gewinn seit 118 Jahren

Die US-Berichtssaison startet mit großartigen Zahlen. Der weltgrößte Aluminiumhersteller Alcoa hat Gewinn und Umsatz im abgelaufenen Jahr auf den höchsten Stand seiner 118-jährigen Firmengeschichte gesteigert. Der Ausblick ist positiv.

New York - Allein im abgelaufenen Quartal hätten die hohen Metall-Preise den Reingewinn um rund 60 Prozent auf 329 Millionen Dollar hochschnellen lassen, teilte Alcoa am späten Dienstagabend mit. Zudem habe es eine starke Nachfrage aus der Bau-Branche, der Luft- und Raumfahrt sowie dem Transportwesen gegeben. Der Trend werde sich 2007 fortsetzen.

Alcoa läutet traditionell die Berichtssaison der großen US-Firmen ein. Investoren verfolgen das gespannt, weil sie davon auch den Verlauf der Geschäfte anderer Unternehmen ableiten.

Alcoa teilte am Dienstag nach US-Börsenschluss mit, im vierten Quartal sei der Nettogewinn auf 359 Millionen Dollar gestiegen. Im operativen Geschäft betrug der Gewinn 644 Millionen Dollar oder 74 Cents je Aktie, der Umsatz kletterte um 20 Prozent auf 7,8 Milliarden Dollar. Analysten hatten je Aktie 64 Cent und beim Umsatz mit 7,64 Milliarden Dollar erwartet.

Für das Gesamtjahr ergaben sich Alcoa zufolge im operativen Geschäft unter Herausrechnung von Sonderkosten mit 2,5 Milliarden Dollar und beim Umsatz mit 30,4 Milliarden Dollar Rekordwerte.

Im November hatte Alcoa angekündigt, seine Belegschaft von derzeit 129.000 um 10 Prozent zu reduzieren und mehrere Werke zu schließen. Rund 6700 Arbeitsplätze sollen in diesem Jahr abgebaut werden. Weitere 6400 Mitarbeiter sollen in ein Gemeinschaftsunternehmen mit der norwegischen Orkla ausgelagert werden, das Alcoa irgendwann abstoßen will. Mit der Restrukturierung will der in Pittsburgh ansässige Konzern vor Steuern 125 Millionen Dollar pro Jahr sparen.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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