Konjunktur Die Welt glänzt

Der Weltwirtschaft geht es gut, das ist der Tenor der Einschätzung des Internationalen Währungsfonds. Auch für die USA sehen die Experten keine gravierenden Probleme, sondern eine weiche Landung der Konjunktur.

Basel - Die Weltwirtschaft befindet sich nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) weiter auf solidem Wachstumskurs. "Wir sehen ein starkes Wachstum in Europa, Kontinuität in Japan, und wir sehen sehr starkes Wachstum in Asien und anderen Regionen", sagte IWF-Direktor Rodrigo Rato am Sonntag vor Journalisten nach einem Treffen mit Zentral-Bankern führender Wirtschaftsländer.

Für die USA gebe es das Szenario einer "sanften Landung". Der IWF hat ein weltweites Wachstum von 4,9 Prozent für 2007 vorhergesagt, nach einem Wachstum von 5,1 Prozent im Jahr 2006. Rato ließ die Prognose am Sonntag unverändert. Der IWF-Direktor verwies zugleich darauf, dass es notwendig sei, die Inflation genau im Blick zu behalten. Bislang hätten sich Inflationsrisiken trotz des hohen Ölpreises nicht verwirklicht.

Auf die Frage, ob es Raum für weitere Zinsanhebungen gebe, um Inflationsrisiken einzudämmen, sagte Rato, dass hänge von dem jeweiligen Land ab. Es sei aber notwendig, dass die Zentralbanken wachsam seien.

Er empfahl, dass die großen Zentralbanken die frischen Konjunkturdaten sorgfältig beobachteten und im Zweifelsfall reagieren. An den Finanzmärkten herrscht derzeit Unsicherheit über den Zeitpunkt weiterer Zinsschritte in Europa und Japan sowie die Richtung der Zinspolitik in den USA.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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