Konjunktur Wirtschaft bleibt auf Wachstumskurs

Das Wachstum der deutschen Wirtschaft hat sich im dritten Quartal ein wenig abgeschwächt. Im Inland trugen neben gestiegenen Investitionen auch erhöhte private Konsumausgaben zu dem Wachstum bei.

Berlin - Die deutsche Wirtschaft ist im Sommer erneut kräftig gewachsen und hat dabei von Impulsen aus dem In- und Ausland profitiert. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im dritten Quartal saison- und kalenderbereinigt um 0,6 Prozent im Vergleich zum zweiten Vierteljahr, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte.

"Der Aufschwung hält an", sagte Matthias Rubisch von der Commerzbank. Von Reuters befragte Analysten hatten im Mittel mit einem BIP-Plus von 0,7 Prozent zum Vorquartal gerechnet. Damit lagen die Daten leicht unter den Erwartungen. "Bei voller Fahrt ist da etwas Dampf aus dem Kessel entwichen", sagte Sebastian Wanke von der DekaBank. Allerdings wuchs die Wirtschaft im ersten Halbjahr stärker als bisher angenommen. Die Statistiker setzten das Wachstum im zweiten Quartal auf 1,1 von 0,9 Prozent und im ersten Quartal auf 0,8 von 0,7 Prozent herauf.

Von Juli bis September kamen den Statistikern zufolge Wachstumsimpulse aus dem In- und Ausland. "Man kann auf jeden Fall sagen, dass die Investitionen wieder wichtige Wachstumsimpulse gegeben haben", sagte Rubisch. Der Außenhandel habe wieder an Dynamik gewonnen, schrieben die Statistiker. Auch ein höherer privater Konsum habe zum Wachstum beigetragen. Nach den schlechten Einzelhandelszahlen überraschte dies die Experten.

Im Vergleich zum Vorjahresquartal erhöhte sich die Leistung der deutschen Wirtschaft im dritten Quartal bereinigt um die Zahl unterschiedlicher Arbeitstage um 2,8 Prozent nach 2,7 Prozent im zweiten Quartal. Weitere Details zum BIP im zweiten Quartal wird das Statistikamt am 23. November bekannt geben.

Über die Folgen der Daten für das Wachstum im gesamten Jahr sind sich Experten uneinig. Während die DekaBank an ihrer bisherigen Prognose festhält, denkt Goldman Sachs über eine Anhebung nach: "Durch die Revision werden wir wohl unsere Jahresprognose nach oben setzen müssen. Wir sind bei 2,4 und werden wohl in Richtung 2,6 erhöhen", sagte Dirk Schumacher.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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