ThyssenKrupp Dofasco-Übernahme rückt in weite Ferne

Die Hoffnungen von ThyssenKrupp auf eine Übernahme der kanadischen Dofasco haben erneut einen Dämpfer erhalten. Die Stiftung, in die der Branchenprimus Arcelor Mittal Dofasco eingebracht hat, sperrt sich gegen einen Verkauf.

Luxemburg - Der weltgrößte Stahlproduzent Arcelor Mittal  kann derzeit seine Tochter Dofasco nicht verkaufen. Die Stiftung, in die die Beteiligung von Dofasco eingebracht wurde, habe einer Auflösung nicht zugestimmt, teilte das Unternehmen am Montag in Luxemburg mit.

Arcelor hatte im Übernahmekampf mit Mittal Steel Dofasco in einer Stiftung ausgelagert, um eine Übernahme durch den größeren Wettbewerber zu erschweren. Mittal wollte die kanadische Dofasco an ThyssenKrupp  verkaufen.

Der fusionierte Konzern Arcelor Mittal will nun die Lage prüfen und steht den Angaben nach im Kontakt mit den amerikanischen Justizbehörden. Die Aktie von ThyssenKrupp gehörte am Montag im frühen Handel zu den größten Verlierern im deutschen Aktienindex Dax .

manager-magazin.de mit Material von dpa