MLP Vorsorge-Geschäft läuft weiter schwach

Der Heidelberger Finanz- und Versicherungsmakler MLP hat auch im dritten Quartal unter einem schwachen Geschäft mit Altersvorsorge-Produkten gelitten. Die nach einer Gewinnwarnung verhaltenen Erwartungen des Finanzmarkts übertraf der Vermögensberater jedoch.

Stuttgart - "Die Entwicklung in der Altersvorsorge entspricht nicht unseren eigenen Wachstumsansprüchen", sagte Vorstandschef Uwe Schroeder-Wildberg am Mittwoch in Wiesloch bei Heidelberg. MLP  müsse Dynamik gewinnen. Die als Provisionen von Versicherungen und Finanzanbietern erhaltenen Maklererträge seien in den Monaten Juli bis September mit 104,5 Millionen Euro stabil zum Vorjahr geblieben. Das Ergebnis vor Steuern sei um ein Prozent auf 17,5 Millionen Euro gesunken, der Überschuss habe sich um acht Prozent auf 11,0 Millionen Euro erhöht.

Von Reuters befragte Analysten hatten im Durchschnitt mit Maklererträgen von 102,4 Millionen Euro gerechnet. Vor Steuern war ein Ergebnis von 16,2 Millionen Euro, als Überschuss 10,5 Millionen Euro erwartet worden.

Die auf die Vermögensberatung von Akademikern spezialisierte MLP leidet seit Monaten unter dem schleppenden Geschäft mit der Altersvorsorge und hatte die Prognose für den Vorsteuergewinn um ein Viertel auf 90 Millionen Euro zurückgenommen. Dieses Ziel wiederholte der Dienstleister nicht. MLP traute sich auch nicht zu, für das kommende Geschäftsjahr eine Geschäftsprognose abzugeben.

Ebenfalls nur schleppend voran kommt das Unternehmen mit der Einstellung neuer Kundenberater. Zum Ende des dritten Quartals lag die Zahl der als Handelsvertreter tätigen MLP-Berater bei 2551. Das sind nur 18 Neuzugänge von Juli bis September und neun weniger als vor einem Jahr. Die Einstellung neuer Berater hatte Vorstandschef Schroeder-Wildberg beim Ausscheiden von Vertriebsvorstand Eugen Bucher im Sommer zur Chefsache erklärt. Ziel sind 3000 Berater Ende kommenden Jahres.

manager-magazin.de mit Material von reuters