Hypo Real Estate Gewinn steigt um ein Viertel

Der Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate hat seinen Gewinn im dritten Quartal 2006 um ein Viertel gesteigert. Der Dax-Konzern erfüllt die Erwartungen und bestätigt die Prognose.

München - Getrieben von einem höheren Zinsüberschuss habe die Hypo Real Estate  von Juli bis September vor Steuern 140 Millionen Euro verdient, nachdem es im Vorjahreszeitraum 112 Millionen waren, teilte das Unternehmen am Mittwoch in München mit. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit 141 Millionen Euro gerechnet.

Für das Gesamtjahr bekräftigte die Hypo Real Estate, die 2003 von der Großbank HypoVereinsbank abgespalten wurde und inzwischen im Dax gelistet ist, ihre Prognosen: Der Vorsteuergewinn soll auf 550 bis 560 Millionen Euro klettern, die Eigenkapitalrendite bei mehr als 9 Prozent liegen. Im bisherigen Jahresverlauf summierte sich der Gewinn auf 410 Millionen Euro. Die Eigenkapitalrendite als für Banken wichtigste Kennziffer für die Profitabilität lag bei 9,3 Prozent. Zudem will der Konzern seine Auslandsexpansion fortsetzen, vor allem in Asien.

Im dritten Quartal sagte die Immobilienbank Finanzierungen im Volumen von 6,1 Milliarden Euro neu zu. Damit sind es nach den ersten neun Monaten 17,5 (Vorjahr: 14,3) Milliarden Euro. Geschäftsimpulse verzeichneten die Münchener auch wieder in Deutschland, wo das Neugeschäft auf 4,6 (1,0) Milliarden Euro anzog. 2006 will die Gruppe insgesamt ein Neugeschäftsvolumen von rund 22 Milliarden Euro erreichen.

Operativ profitierte die Hypo Real Estate besonders von dem im dritten Quartal um 17 Prozent gestiegenen Zinsüberschuss. Der wichtigste Ertragsposten des Unternehmens lag bei 200 Millionen Euro. Die Risikovorsorge für faule Kredite ging um gut 12 Prozent auf 36 Millionen Euro zurück.

Der Erzrivale Eurohypo hatte im abgelaufenen Quartal vor Steuern einen Ergebnisrückgang von mehr als einem Viertel auf 82 Millionen Euro hinnehmen müssen. Vor allem eine nahezu verdoppelte Risikovorsorge hatte das Ergebnis der Commerzbank-Tochter belastet.

manager-magazin.de mit Material von reuters