Puma Zu kurz gesprungen

Puma legt seine Zahlen vor - und enttäuscht durch einen Gewinnrückgang. Unter anderem die Fußballweltmeisterschaft hat das fränkische Unternehmen belastet.

Herzogenaurach - Der fränkische Sportartikelhersteller Puma  hat im vergangenen dritten Quartal erwartungsgemäß einen Gewinnrückgang verzeichnet. Allerdings fiel die Delle beim operativen Ergebnis geringer aus als von den Analysten erwartet.

Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) erreichte in den Monaten Juli bis September 123,1 Millionen Euro und lag damit fünf Prozent unter dem Vorjahreswert, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Der Konzerngewinn schrumpfte im gleichen Ausmaß auf 87,1 Millionen Euro. Der Umsatz stieg allerdings um rund ein Drittel auf 699,2 Millionen Euro. Das Ergebnis wurde durch die hohen Investitionen in die Marke Puma und die Expansion des Unternehmens belastet, wie der Sportartikelhersteller bereits vorher mitgeteilt hatte. Vor allem die Fußballweltmeisterschaft im Sommer im eigenen Land soll schwer zu Buch geschlagen haben.

Dennoch will Puma will seinen Aktionären für das laufende Jahr eine höhere Dividende zahlen. "Sie können davon ausgehen, dass wir in diesem Jahr die Dividende wieder erhöhen werden", sagte Puma-Chef Jochen Zeitz. Für 2005 hatte Puma die Dividende auf zwei Euro je Anteilsschein verdoppelt.

Im nächsten Jahr strebt Zeitz einen Rekordgewinn an. Der Umsatz mit Fußballprodukten solle 2007, wenn Großereignisse wie Welt- oder Europameisterschaft fehlen, zumindest stabil gehalten werden. "In diesem Jahr haben wir beim Fußball einen zweistelligen Umsatzschub verbucht. Wir wollen diese Umsätze im kommenden Jahr halten", sagte Zeitz. Um das Geschäft anzukurbeln, setzt Puma auf neue Produkte. Im kommenden Jahr wird das Unternehmen eine erste Schwimmkollektion auf den Markt bringen. "In diesem WM-Jahr haben wir unseren Fokus mehr auf Sport gerichtet, im nächsten Jahr wollen wir neben den traditionellen Sportkategorien das Life-Style-Segment stärker forcieren", sagte Zeitz.

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters