KlöCo Großaktionär macht Kasse

Vier Monate nach dem Börsengang des Stahlhändlers Klöcker & Co hat Großaktionär LGB seinen Anteil von 65 auf 45 Prozent reduziert. Die Aktie gerät massiv unter Druck - doch die Chancen auf einen Aufstieg in den MDax steigen.

Frankfurt am Main - Wie die Investmentgesellschaft Lindsay Goldberg & Bessemer (LGB) am Dienstag in New York mitteilte, hat sie 9 Millionen KlöCo-Aktien  zum Preis von jeweils 23,50 Euro an institutionelle Investoren verkauft.

Der Erlös für das 20-Prozent-Paket liegt damit bei etwa 211,5 Millionen Euro. Die Transaktion wurde von der Deutschen Bank , JP Morgan und UBS  begleitet.

LGB hält nach dem Verkauf noch 45 Prozent der Anteile und damit nach wie vor das mit Abstand größte Aktienpaket an KlöCo. Durch den Anstieg des Streubesitzes von Klöcker & Co von 35 auf jetzt rund 55 Prozent erhöhen sich die Chancen des Stahlhändlers auf einen Aufstieg vom SDAX in den MDax. Der Streubesitz habe nun etwa die Höhe erreicht, die bereits im Zuge des Börsengangs angestrebt war.

"Wir begrüßen die deutliche Erhöhung unseres Streubesitzes; damit sind wir ein interessanter Kandidat zur Aufnahme in den MDAX der Deutschen Börse", sagte KlöCo-Chef Thomas Ludwig. Die Klöckner & Co.  Co AG war zwei Monate nach ihrem Börsengang am 28. Juni in den SDAX aufgenommen worden.

Die im SDax  gelistete Aktie des Börsenneulings fiel im frühen Handel an der Frankfurter Börse um rund sieben Prozent auf 23,70 Euro. KlöCo war im Juni an die Börse gegangen.

Die Aktie war zuletzt bis auf 24,45 Euro gestiegen - mehr als acht Euro über den Ausgabepreis. Der Börsengang war von UBS, Deutscher Bank und JP Morgan begleitet worden. Das Unternehmen hatte 18,5 Millionen Aktien zum Ausgabepreis von je 16 Euro angeboten.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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