Terminbörsen Der Eine-Milliarde-Dollar-Deal

Eine Börse in den USA übernimmt die andere - und zahlt dafür eine Milliarde US-Dollar. Damit sind nun zwei Warenterminmärkte verbunden. Im neuen Verbund lässt sich so ziemlich alles handeln, auf das es Termingeschäfte gibt.

New York- Der auf elektronischen Handel mit Öl, Erdgas und Strom spezialisierte Terminmarkt-Betreiber Intercontinental Exchange (ICE) übernimmt die traditionsreiche New Yorker Warenterminbörse NYBOT (New York Board of Trade) - für eine Milliarde Dollar (gut 793 Millionen Euro). Auf der NYBOT wird im Parketthandel mit Kaffee, Kakao, Baumwolle, Orangensaft, Zucker und anderen Produkten gehandelt.

Die beiden Warenterminmärkte versprechen sich von dem Zusammengehen eine Ausweitung des Geschäfts, wobei die NYBOT die elektronische Handelsplattform von ICE einsetzen will. Die ICE hat ihren Sitz übrigens in Atlanta.

Die 970 NYBOT-Mitglieder, die gleichzeitig Eigentümer des Warenterminmarktes sind, erhalten rund 10,3 Millionen ICE-Aktien sowie 400 Millionen Dollar in bar, teilte ICE am Donnerstag nach Börsenschluss mit. ICE sei nicht der einzige Interessent gewesen, habe auch mit anderen Interessenten verhandelt.

Allerdings steht die Transaktion noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung unter anderem von Regierungsstellen. "Die Kombination von zwei global und schnell wachsenden Rohstoffmärkten erlaubt uns, das Angebot an unsere Kunden zu erweitern sowie einen lang anhaltenden Wert für unsere Anleger zu schaffen", sagt der ICE-Vorstand Jeffrey C. Sprecher.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.