Bertelsmann Schwergewichtige Anleihen

Medienkonzern Bertelsmann legt zwei Anleihen im Gesamtwert von 1,5 Milliarden Euro auf - und das Interesse der potenziellen Anleger ist groß. Für das Unternehmen eine Bestätigung der eigenen Strategie.

Gütersloh - Der Medienkonzern Bertelsmann legt eine zweiteilige Anleihe im Gesamtvolumen von immerhin 1,5 Milliarden Euro auf. Die erste Tranche mit einem Volumen von 500 Millionen Euro und einer Laufzeit von sechs Jahren soll mit einem Kupon von 4,375 Prozent ausgestattet sein, der Ausgabekurs bei 99,803 Prozent liegen. Die zweite Tranche umfasse ein Volumen von einer Milliarde Euro und liefe zehn Jahren - bei einem Kupon von 4,75 Prozent. Der Ausgabekurs betrage 99,222 Prozent.

Die Bonität Bertelsmanns beurteilen die Rating-Agentur fast einstimmig: Moody's mit "Baa1" und von Standard & Poor's mit "BBB+". Auch die potenziellen Anleger zeigten sich interessiert: Die Anleihe sei zweifach überzeichnet gewesen. Die Auflage dieser Rentenpapiere ist Teil des Finanzierungskonzepts, mit dem das Unternehmen den Aktienrückkauf vom belgischen Minderheitsgesellschafter Groupe Bruxelles Lambert (GBL) für 4,5 Milliarden Euro finanzieren will.

1,63 Milliarden Euro will der deutsche Verlag mit dem Verkauf seines Musikverlagsgeschäfts BMG Music Publishing an den französischen Medien- und Telekommunikationskonzern Vivendi erlösen. Mit den 1,5 Milliarden Euro aus den beiden Anleihen soll ein Brückenkredit abgelöst werden.

Bei Bertelsmann gibt man sich entsprechend optimistisch: "Die erfolgreiche Platzierung der Euro-Bonds in diesem hohen Volumen ist nach der Bestätigung unserer Ratings ein weiterer Beleg dafür, dass unser Finanzierungskonzept für den Aktienrückkauf trägt", sagte Bertelsmann-Finanzvorstand Thomas Rabe. Das rege Interesse zeige auch, dass Bertelsmann als privat geführtes Unternehmen einen guten Namen bei den Investoren habe.

manager-magazin.de mit Materialien von dpa, dow jones und reuters

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