Konjunktur Respekt, Erde

Die Wirtschaft rund um den Globus legt zu - und das nicht nur in diesem Jahr. Nach Meinung des Internationalen Währungsfonds werden die Unternehmen weltweit auch 2007 auf Wachstumskurs bleiben. Besonders gut sind die Aussichten für Asien.

Hamburg - Der Internationale Währungsfonds erwartet für das Jahr 2007 offenbar ein kräftiges Wachstum der Weltwirtschaft. Nach der aktuellen Prognose dürfte die Weltwirtschaft um 4,9 Prozent wachsen, berichtete die spanische Wirtschaftszeitung "Expansion" unter Berufung auf Auszüge aus dem Weltwirtschaftsbericht. Für das laufende Jahr werde ein Wachstum von 5,1 Prozent erwartet. Der Bericht wird den Finanzministern der Industriestaaten auf ihrem Treffen nächste Woche in Singapur vorgestellt.

Der Währungsfonds sehe jedoch auch Risiken für die globale Wirtschaftsentwicklung. Beispielsweise könnte Amerikas Immobilienmarkt kräftig an Schwung verlieren oder die Inflationserwartungen weltweit steigen - und die Notenbanken somit zu Zinserhöhungen zwingen.

Die Zentralbanker der Industriestaaten stünden derzeit vor der Frage, ob sie das Wachstum stützen oder die Inflation bekämpfen sollen. Damit aber müssten sie sich zwischen zwei Zielen entscheiden, die sie eigentlich gerne gleichzeitig erreichen wollten. Doch die Inflationsraten in den meisten Industriestaaten liegt bereits jetzt über dem angestrebten Ziel vieler Notenbanken.

Unterdessen hat die Asiatische Entwicklungsbank (ADB) ihre Wachstumsprognose 2006 für Asien ohne Japan angehoben. Für das laufende Jahr sei mit einem Plus von 7,7 Prozent zu rechnen, 0,5 Prozentpunkte mehr als zunächst erwartet, teilte die ABD am Mittwoch in der philippinischen Hauptstadt Manila mit. Für 2007 prognostiziert sie derweil eine leichte Abschwächung auf 7,1 Prozent.

"Das rapide Wachstum in den Entwicklungs- und Schwellenländern Asiens wird von der starken Wirtschaftsleistung Chinas und Indiens unterstützt, die zusammen mehr als 50 Prozent des regionalen Bruttoinlandsprodukts ausmachen", sagte ADB-Chefökonom Ifzal Ali. Die Konjunkturaussichten für Asien basierten auf "generell günstigen externen Bedingungen".

manager-magazin.de mit Material von dpa

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