Märkte Postbank steigt in den Dax auf

Viel Bewegung im Dax gibt es bei Dax & Co. heute nicht. Es fehlen die Impulse, heißt es. Und auch die Umstellung der Aktien-Indizes bleibt ohne Überraschung: Die Postbank rückt ins Börsenoberhaus auf und ersetzt Schering.

Frankfurt am Main - Die meisten deutschen Aktien eröffneten den heutigen Börsentag kaum verändert. Der Dax  startete bei 5883,44 und damit marginal unter dem Schlusskurs von gestern. Seit Eröffnung verlor der deutsche Standardindex dann um 0,19 Prozent an Wert. Die Gründe dafür liegen auf der Hand.

"Es fehlt an neuen Impulsen, die Anleger werden erneut auf die Eröffnung der US-Börsen warten", sagte ein Händler. Auch die Umstellungen in den Aktien-Indizes seien weitgehend wie erwartet ausgefallen. Daher dürften die Aktien der Postbank  kaum mehr von dem Aufstieg in die erste Börsenliga profitieren können. Umgekehrt sollte die unterlegene Aktie von Merck KGaA  auch keine größeren Kursverluste erleiden. "Das müsste alles eingepreist sein", erklärte ein Händler.

Auch von den US-Börsen kommen keine prägenden Signale. Der Dow Jones hatte am Vortag nach einem Start mit minimalen Verlusten ins Plus gedreht. Nach dem feiertagsbedingt verlängerten Wochenende und fehlenden impulsgebenden Konjunkturdaten sei der Handel lustlos verlaufen, sagten Händler. Allein einige Einzelwerte stehen in Deutschland im Blick.

Die Deutsche Post zum Beispiel. Die Aktien des Unternehmens stiegen am stärksten im Dax - unter anderem wegen des milliardenschweren Coups, der es Tochter DHL erlaubt, zehn Lang britische Krankenhäuser zu beliefern.

Ansonsten dominiert das Thema Indexneubesetzung. Entsprechend werden die Papiere der Auf- und Absteiger heute genau untersucht werden. Die Postbank  wird vom 18. September an in den Dax aufgenommen und dort die Aktie des von Bayer  übernommenen Pharmaunternehmens Schering  ersetzen. Die Wertpapiere aus dem Hause Schering quittierten das heute mit einem minimalen Verlust von 0,06 Prozent, jene von Postbank und Merck mit einem ebenso kleinen Wertzuwachs.

Im MDax  werden die Papiere von Deutz  Vivacon  ersetzen. Vivacon wechselt in den SDax . Dort gab es ein großes Stühlerücken. Mit Air Berlin , Cat Oil , Demag Cranes und Klöckner & Co.  (KlöCo) ziehen gleich vier Börsenneulinge in den Kleinwerteindex ein. Zudem wird künftig die Immobilienfirma Deutsche Wohnen im SDax vertreten sein. Herausfallen werden Fluxx.com , Villeroy + Boch , Böwe Systec, Schlott Gruppe  Klöckner-Werke .

Umbruch bei Linde

Der Linde-Konzern wird seine Gabelstapler-Sparte laut dem "Handelsblatt" künftig unter der neuen Dachgesellschaft Kion Group führen. Unter dieser Holding würden die drei Marken Linde, Still und OM Pimespo nach Informationen aus dem Umfeld des Unternehmens geleitet, schreibt die Zeitung. Ein Linde-Sprecher habe dazu keinen Kommentar geben wollen. Die Börse belohnt das mit einem kleinen Plus von 0,1 Prozent.

Die Baumarktkette Praktiker  erwägt nach der Übernahme des Konkurrenten Max Bahr vorerst keine weiteren Zukäufe. "Ich denke, wir haben mit der Integration von Max Bahr und der Auslandsexpansion von Praktiker ausreichend zu tun", sagte Vorstandschef Wolfgang Werner der Zeitung "Welt". Es sei allerdings noch zu früh, um die Summe der Synergien zu beziffern, die sich durch Ersparnisse in der Verwaltung, Werbung, die Nutzung einer einheitlichen Logistik oder die Vorteile gegenüber Lieferanten durch die Bündelung von Einkaufsvolumina ergeben. Die Erkenntnis ist den Börsianern ein Plus von 0,4 Prozent wert.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx und reuters