Quartalsbericht MAN Hochgeschaltet

Der Lkw-Hersteller MAN legte seinen Zahlen vor. Die sind gelungen. Immerhin verdoppelte sich das Ergebnis je Aktie. Jetzt will er mehr - und erhöht die Erwartungen an das laufende Jahr.

München - MAN  gibt es bereits seit fast 250 Jahren, seit langem produziert das im Dax  gelistete Unternehmen Lastkraftwagen und fährt damit gut. Insbesondere das zweite Quartal dieses Jahres scheint gelungen.

Immerhin konnte das Unternehmen den Umsatz um 7 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro steigern. Die Vergleichszahl aus dem Vorjahr ist dabei um die mittlerweile verkaufte Druckmaschinensparte MAN Roland bereinigt. Auch das operative Ergebnis konnte MAN verbessern. Statt 171 Millionen Euro wie im Vorjahr waren es nun 273 Millionen Euro. Der Überschuss erhöhte sich damit auf 198 Millionen Euro nach 97 Millionen im Vorjahreszeitraum. Für das Ergebnis je Aktie bedeutet das einen Wert von 1,21 Euro. Das ist fast doppelt so viel wie noch im zweiten Quartal des Vorjahres.

Auch für die mittelbare Zukunft gibt man sich bei MAN entspannt - denn der Auftragseingang stieg von einem Volumen von 4,1 auf 4,65 Milliarden Euro. Das Gros der Zuwächse stamme aus dem Nutzfahrzeuggeschäft, hieß es am Dienstag. Zum einen sei der Transportbedarf weltweit gestiegen, zum andern hätten viele Unternehmen ihren Fuhrpark vorzeitig aufgestockt, da bereits ab dem 1. Oktober dieses Jahres die strengere EU-Abgasrichtlinie Euro 4 gelte.

Dank dieser Vorgaben rechnet das Unternehmen für das Gesamtjahr 2006 mit einem Umsatzplus von 8 Prozent. Auch für das operative Ergebnis gibt man sich in München optimistisch: Es soll "erheblich" und "deutlich überproportional zum Umsatzzuwachs" verbessert werden.

manager-magazin.de mit Materialien von reuters und dpa

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