Telekom "Zehn Minuten Oma in München" werden deutlich günstiger

Die Telekom will ihre Verbindungsgebühren "aggressiv" senken. Der Umsatz stagniert derweil.

Bonn - Die Deutsche Telekom AG will Preise und Kosten "aggressiv" senken. Das kündigte die Telekom am Mittwoch mit den vorläufigen Geschäftszahlen für die ersten neun Monate dieses Jahres an. Danach stieg der Konzernüberschuß im Jahresvergleich um 22 Prozent auf drei Milliarden Mark. Der Umsatz erhöhte sich um 3,6 Prozent auf 51,4 Milliarden Mark.

Im dritten Quartal allein blieb der bereinigte Umsatz der Telekom mit 16,8 Milliarden Mark auf Höhe des Vorjahresquartals. Der Überschuß im Konzern erhöhte sich um 31 Prozent auf 1,05 Milliarden Mark.

Die Telekom führte den stagnierenden Umsatz im dritten Quartal auf Verluste von Marktanteilen bei Ferngesprächen zurück. "Die Deutsche Telekom wird daher geplante, aggressive Tarifsenkungsmaßnahmen schon in den nächsten Wochen vorziehen", teilte das Unternehmen mit. Zahlen und Preise nannte die Telekom noch nicht. Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung will die Telekom die Tarife für Ferngespräche im Inland zum 1. Januar 1999 um bis zu 63 Prozent senken.

Das Personal verringerte die Telekom binnen Jahresfrist um 11.200 auf 184.100 Mitarbeiter. Die Schulden wurden um 6,5 Milliarden auf 84,9 Milliarden Mark abgebaut.

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