Telekommunikation Otelo strukturiert um

Künftig soll die Telefongesellschaft in die drei Bereiche Verbraucher, Geschäftskunden und Netz gegliedert werden. Außerdem legt Otelo sein Netz mit E-Plus zusammen.

Düsseldorf - Die Telefongesellschaft Otelo will ihr Festnetz mit dem Mobilfunknetz E-Plus zusammenschalten. Dadurch sollen freie Kapazitäten besser genutzt und an Dritte weitervermietet werden, sagte Otelo-Chef Thomas Geitner am Dienstag in Düsseldorf. Eine Fusion von Otelo und E-Plus sei aber nach wie vor nicht geplant.

Geitner bekräftigte die Umsatzprognose für das laufende Jahr und das Ziel, im Jahr 2001 die Gewinnschwelle zu erreichen. Er kündigte für Otelo im nächstem Jahr eine neue Struktur an. Von einer Reihe von Beteiligungen wolle man sich früher oder später trennen.

Von der Weitervermietung freier Kapazitäten in den zusammengeschalteten Netzen verspricht sich die Telefongesellschaft der Konzerne Veba und RWE nach Geitners Worten "signifikantes Wachstum". Die Zusammenschaltung mit dem Netz der ebenfalls mehrheitlich zu den Versorgern gehörenden E-Plus verursache nur vergleichsweise geringe Kosten. Vielerorts seien schließlich schon beide Netze vorhanden. In das Netz selbst werde aber weiter kräftig investiert. Auch im nächsten Jahr dürften die Investitionen wieder eine dreistellige Millionenhöhe erreichen.

Künftig solle die Telefongesellschaft in die drei Bereiche Verbraucher, Geschäftskunden und Netz gegliedert werden, sagte Geitner. Bislang hatte die Gesellschaft ihre Tätigkeit in die Bereiche Privatkunden, Mittelstand und Großkunden eingeteilt. Mit der neuen Struktur reagiere das Unternehmen auf seinen schlechten Start in die Festnetztelefonie zu Beginn des Jahres. Inzwischen habe Otelo kräftig aufgeholt. Täglich würden jetzt über zehn Millionen Gesprächsminuten abgerechnet. Im August waren es erst drei Millionen. Dank dieser Entwicklung werde der Umsatz des Festnetzbereiches 1998 zwischen 430 und 450 Millionen Mark liegen und damit das Dreifache des Vorjahresbetrages erreichen.

Im Zuge der stärkeren Ausrichtung auf die drei neuen Geschäftsfelder will sich Otelo aus einigen Randbereichen zurückziehen. So sollen Beteiligungen an Geräteherstellern und im Software-Bereich abgegeben werden. Entsprechende Gespräche würden bereits geführt. Die Beteiligungen hätten bislang "einen deutlich negativen Ergebnisbeitrag" gebracht, sagte Geitner, der erst seit drei Monaten an der Spitze von Otelo steht.

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