Boss Chef-Wechsel bei Boss

Boss-Chef Vogt geht überraschend. Baldessarini wird Nachfolger.

Metzingen - Der Vorstandsvorsitzende des Herrenausstatters Hugo Boss, Joachim Vogt, verläßt überraschend das Unternehmen. Wie Boss am Dienstag mitteilte, seien Aufsichtsrat und Vogt überein gekommmen, den Vorstandsvertrag von Vogt zum 31. Oktober "im gegenseitigen Einvernehmen" aufzuheben. Vogt stand seit dem 1. Februar 1997 an der Spitze des Unternehmens. Sein Nachfolger soll Werner Baldessarini werden, bisher schon im Vorstand von Boss.

Als Grund für das vorzeitige Ausscheiden von Vogt nannte das Unternehmen "unterschiedliche Auffassungen im Vorstand über die Umsetzung der geschäftspolitischen Ziele". Vogt war Anfang 1997 als Nachfolger von Peter Littmann zu Boss gekommen, der seit 1993 das Unternehmen geleitet hatte. Auch Littmann schied damals vorzeitig aus. Als Grund wurden damals "unterschiedliche Auffassungen zur generellen zukünftigen Entwicklung des Unternehmens" angegeben. Vogt, studierter Maschinenbauer, war vor seinem Posten als Vorstandschef bei Boss seit Juli 1990 für Produktion und Logistik im Vorstand zuständig.

Die Entwicklung der Hugo Boss-Gruppe in den ersten neun Monaten nannte das Unternehmen am Dienstag "sehr erfreulich". Der Umsatz habe sich im Vergleich zum Vorjahr um 19,3 Prozent auf 1,12 Milliarden Mark erhöht. Das Ergebnis vor Steuern sei um 12,4 Prozent auf 212,1 Millionen Mark angestiegen. Der italienische Textil- und Bekleidungskonzern Marzotto S.p.A.( Valdagno) hält nach früheren Angaben 50,4 Prozent des Aktienkapitals.

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