Dienstag, 25. Juni 2019

Dax-Geflüster Alle das Gleiche?

2. Teil

DWS-Experte Baki Irmak weist die Vorwürfe zurück. "Bei solch einem starken Kursverfall wie in den vergangenen Tagen wirken die Risikoprofile der einzelnen Fonds nicht so schnell. Das liegt vor allem daran, dass Aktien auf breiter Front verkauft worden sind", sagt Irmak gegenüber manager-magazin.de.

Montag, 29. Mai:
Conergy-Hauptversammlung (Hamburg)
Eurohypo-Hauptversammlung (Frankfurt am Main)
GfK-Konsumklimaindex

Dienstag, 30. Mai:
Drittes deutsches Telematikforum (Berlin)
Konjunkturprognose des deutschen Maschinenbauverbandes

Mittwoch, 31.Mai:
AWD-Hauptversammlung (Hannover)
Fraport-Hauptversammlung (Frankfurt am Main)
Mai-Arbeitslosenzahl (Bonn)

Donnerstag, 1.Juni:
Deutsche-Bank-Hauptversammlung (Frankfurt am Main)
Mai-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe
Langfristig betrachtet unterscheiden sich die Risikoprofile der Fonds in der Tat deutlicher voneinander. So erreichte der DWS-Top-Dividende im vergangenen guten Börsenjahr eine Wertsteigerung von 19 Prozent, der offensiver ausgerichtete Vermögensbildungsfonds I brachte seinen Anlegern eine Wertsteigerung um 22 Prozent und Investoren des offensivsten dieser drei Fonds, der DWS-Akkumula, strichen ein Plus von 23 Prozent ein; nicht zuletzt ein Ergebnis der jeweiligen Fondsausrichtung.

Die DWS-Kritiker überzeugt das Argument dennoch nicht so recht. Schließlich gelang es vor allem einigen amerikanischen Fondsgesellschaften, das Anlageversprechen ihrer Fonds in der gleichen kurzen, aber kräftigen Abwärtsphase zu halten. Fonds mit niedrigerem Schwankungsversprechen sackten tatsächlich nicht so stark ab wie solche, die schon in der Reklame mit höherer Risikoneigung beworben wurden. "Allerdings sind in Amerika die Kurse auch bei weitem nicht so kräftig nach unten gegangen, wie bei uns", gibt DWS-Experte Irmak zu bedenken.

Wäre das der entscheidende Grund für das bessere Abschneiden der US-Fonds in der jüngsten Abschwungphase, hätte davon allerdings auch ein prominenter DWS-Fonds profitieren müssen. Das Fondsmanagement des Top-50-Welt-Fonds der DWS zum Beispiel hat fast 40 Prozent seines Kapitals in US-Aktien investiert. Der zuletzt geringere Kursverlust amerikanischer Aktien hätte sich also merklich in der Wertentwicklung des Top-50-Welt-Fonds niederschalgen können. Doch auch dieser DWS-Fonds musste zwischenzeitlich nahezu identischen Kursverlusten hinnehmen, wie sie der Dax zuletzt verzeichnete.

Fazit eines international investierenden Finanzprofis: "Man hat  ein wenig den Eindruck, dass manche DWS-Fonds in ihrer Grundausrichtung schlicht ähnlich aufgestellt sind. Egal, was auf ihrer Verpackung steht."

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