Mittwoch, 26. Juni 2019

Bank of China Börsenweltmeister 2006

Internationale Investoren erleben derzeit den größten Börsengang des Jahres. Die Bank of China nimmt für einen Teil ihrer Aktien einen zweistelligen Milliardenbetrag ein. Es hätte noch mehr sein können.

Beijing - Die Bank of China wird bei ihrem Gang an die Hongkonger Börse offenbar Aktien im Wert von bis zu 11,2 Milliarden Dollar platzieren. Der Ausgabepreis sei auf 2,95 Hongkong-Dollar je Aktie festgelegt worden, sagte eine mit der Situation vertraute Person am Mittwoch. Das Volumen des Börsengangs liege damit bei 9,72 Milliarden Dollar und steige bei vollständiger Ausübung der Mehrzuteilungsoption auf rund 11,2 Milliarden Dollar.

Bank of China: Börsengang bringt Milliarden-Erlös
Insgesamt gibt die nach Vermögenswerten zweitgrößte Bank Chinas rund 25,57 Milliarden Aktien oder 10,5 Prozent ihres erhöhten Aktienkapitals aus. Bei vollständiger Platzierung aller zur Verfügung stehender Anteile steige dieser Wert um 3,84 Milliarden Aktien auf bis zu 11,89 Prozent des Kapitals. Mit 2,95 Hongkong-Dollar würde der Ausgabepreis am oberen Ende der Preisspanne von 2,50 bis 3,00 Hongkong-Dollar je Aktie liegen.

Der für Privatanleger vorgesehene Anteil in Höhe von 5 Prozent der ausgegebenen Aktien sei 80-fach überzeichnet gewesen, die nachfrage nach der Tranche für institutionelle Investoren habe das Angebot um das 20-fache überzeichnet, sagten Finanzkreise. Die Bank of China hätte also noch deutlich mehr Aktien ausgeben und damit Geld einnehmen können als ohnehin schon.

Der Börsengang der Bank of China ist der größte weltweit seit dem Jahr 2000. Wettbewerber China Construction Bank Corp hatte im Oktober vergangenen Jahres mit dem Verkauf eines Teils seiner Aktien rund 9,2 Milliarden Dollar verdient. Die Aktien der Bank of China sollen am 1. Juni an der Hong Kong Stock Exchange gelistet werden.

dpa, reuters

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