Japan Finanzkraft der Banken von Baisse geschwächt

Nur drei der 18 größten Banken haben im ersten Halbjahr auf ihren Wertpapierbeständen einen positiven Buchwert ausgewiesen.

Tokio - Die Finanzkraft der japanischen Banken wird nach Einschätzung von Analysten nicht nur durch Problemkredite bedroht, sondern in zunehmendem Maße auch durch den Kursverfall ihrer Wertpapierbestände. Die Regierung dränge deshalb die 18 größten Institute des Landes, mit Hilfe öffentlicher Mittel eine Eigenkapitalquote von mindestens acht Prozent aufrechtzuhalten, sagten Analysten. Nach Schätzung des Vize-Chefs von Merrill Lynch Japan, Koyo Ozeki, wird der Staat vier bis fünf Billionen Yen (56 bis 70 Milliarden Mark) in die Branche pumpen, um die Verluste aus den Wertpapiergeschäften abzudecken.

Von den 18 größten japanischen Kreditinstituten hatten nur drei zum Abschluß der ersten Hälfte des Geschäftsjahrs mit Ende September bei ihren Wertpapierbeständen einen positiven Buchwert ausgewiesen: die Bank of Tokyo-Mitsubishi Ltd (BTM), Mitsubishi Trust & Banking Corp und die Sumitomo Bank Ltd.

Die Baisse an der Tokioter Aktienbörse hatte die meisten Banken in die Verlustzone gezogen. Nur zum Teil konnte das Minus durch Gewinne im Rentenhandel oder durch andere Wertpapiere ausgeglichen werden. Der Nikkei-Index der 225 führenden japanischen Werte hatte das erste Halbjahr 1998/99 am 30. September mit 13.406,39 Punkten deutlich unter dem Stand vom 31. März von 16.527,17 Punkten abgeschlossen.

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