Exxon Mobil Maßlose Börse

Das weltgrößte Unternehmen Exxon Mobil hat binnen 90 Tagen mehr als acht Milliarden Dollar verdient – dem hohen Ölpreis sei dank. Doch an der Börse fällt der Kurs der Exxon-Aktie, denn die Börsenhändler sind pikiert: Es hätte schon etwas mehr sein können.

Irving, Texas - Der US-Ölkonzern Exxon Mobil  hat seinen Gewinn dank des rasant gestiegenen Ölpreises weiter gesteigert. Im ersten Quartal des laufenden Jahres sei der Nettogewinn auf 8,4 Milliarden Dollar oder 1,37 Dollar je Aktie von 7,86 Milliarden Dollar im Vorjahr geklettert, teilte das weltgrößte börsennotierte Ölunternehmen heute mit. Viele Experten sind darüber offenbar enttäuscht: Sie hatten im Durchschnitt einen Gewinn pro Aktie von 1,46 Dollar vor Sonderposten gerechnet.

Die Aktien von Exxon Mobil  haben daraufhin heute im vorbörslichen US-Handel 2,2 Prozent auf 61,70 Dollar verloren.

Die Gewinne aus höheren Rohöl- und Gaspreisen seien zum Teil durch niedrigere Margen im Chemiegeschäft aufgezehrt worden, sagte das Unternehmen zur Begründung. Die US-Firma legte ihren Quartalsbericht ausgerechnet zu einer Zeit vor, in der Amerikas Verbraucher über außergewöhnlich hohe Benzinkosten klagen.

Exxon bezifferte seine Quartalserlöse mit 88,9 Milliarden Dollar, nach 82 Milliarden Dollar im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Auch damit blieb das Unternehmen aus dem texanischen Ort Irving weit hinter den Schätzungen vieler Analysten zurück, die mit einem Umsatz von gut 100 Milliarden Dollar gerechnet hatten.

ExxonMobil gilt unter Experten dennoch als einer der profitabelsten Ölkonzerne. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens lag zuletzt bei rund 390 Milliarden Dollar. Damit rangiert die Ölfirma noch deutlich vor den nächsten drei Börsenschwergewichten der Welt, General Electric , Microsoft  sowie Gazprom .

Noch vor wenigen Wochen hatte Exxon den höchsten Quartals- und Jahresgewinn präsentiert, den je ein amerikanisches Unternehmen erzielt hat: Im Schlussquartal des vergangenen Jahres erwirtschaftete der texanische Ölriese einen Gewinn in Höhe von 10,7 Milliarden Dollar, im gesamten Jahr blieben unter dem Strich 36,1 Milliarden Dollar übrig.

manager-magazin.de mit Material von ap und reuters

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