Kuba USA mahnen Reiseveranstalter

Benutzen deutsche und spanische Reiseveranstalter auf der Karibikinsel Hotelanlagen, die vor der Revolution in US-Besitz waren? Die USA wollen das überprüfen und drohen mit Sanktionen.

Düsseldorf - Die USA haben den größten deutschen Ferienflieger, die LTU-Gruppe, und andere Tourismusunternehmen zu Auskünften über ihre Kuba-Geschäfte aufgefordert. Die Hoteltochter des LTU-Konzerns LTI habe wegen ihres Engagements in Kuba einen Brief des US-Außenministeriums erhalten, sagte ein Sprecher des Unternehmens. LTI solle über ihre Investitionen auf der Karibikinsel Auskunft zu erteilen.

Hintergrund der US-Ermittlungen ist das umstrittene Helms-Burton-Gesetz. Es sieht Sanktionen gegen Firmen aus Drittstaaten vor, die bei Geschäften auf der kommunistisch regierten Insel früheres US-Eigentum benutzen. Laut dem Unternehmenssprecher hat LTI auf Kuba nicht in Immobilien investiert, sondern lediglich mit vier Häusern Managementverträge abgeschlossen.

Die LTU habe sich an die Europäische Kommission gewandt, so der Sprecher. Brüssel soll Washington inzwischen vor jeglichem Vorgehen gegen die Tourismusunternehmen gewarnt haben. Man warte nun weitere Aktionen der Kommission ab.

Auch die französische Gruppe Club Mediterranée und die spanische Hotelkette Sol Melia sollen von dem Untersuchungsverfahren betroffen sein.