Bayer Gesunder Bräutigam

Der vor der Übernahme des Wettbewerbers Schering stehende Chemie- und Pharmakonzern Bayer hat im ersten Quartal überraschend mehr verdient als vor Jahresfrist. Der operative Gewinn kletterte um mehr als 8 Prozent, der Umsatz um rund 12 Prozent.

Leverkusen - "Wir sind dynamisch ins Jahr 2006 gestartet und haben die positive Entwicklung des Vorjahres sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis fortgesetzt", erklärte Bayer-Konzernchef  Werner Wenning am Donnerstag. Der Betriebsgewinn (Ebit) vor Sondereinflüssen - wie etwa Restrukturierungen - habe um 8,2 Prozent auf 1,236 Milliarden Euro zugenommen. Analysten hatten im Schnitt dagegen mit einem Rückgang des operativen Gewinns auf 1,089 Milliarden Euro gerechnet.

Der Umsatz legte um 11,8 Prozent auf 7,494 Milliarden Euro zu. Unter dem Strich verbuchte Bayer im Quartal einen Überschuss von 600 Millionen Euro nach 652 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Für das Gesamtjahr stellte das Management weiterhin eine leichte Verbesserung des um Sondereinflüsse bereinigten Ergebnisses in Aussicht. Die bereinigte operative Rendite auf Ebitda-Basis solle etwa 19 Prozent betragen. "Damit peilen wir das höchste Ergebnis in der Geschichte unseres Konzerns an", gab sich Wenning zuversichtlich. In den Prognosen sei die geplante Übernahme des Pharmarivalen Schering noch nicht berücksichtigt.

Die Leverkusener wollen Schering in der größten Übernahme ihrer mehr als 142-jährigen Firmengeschichte für 16,5 Milliarden Euro schlucken. Mit Schering will Bayer zu den zehn weltweit führenden Unternehmen im Bereich Spezial-Pharmazeutika aufrücken.

reuters

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