BP Die Milliarden-Pumpe

Der Mineralölkonzern BP hat Trotz des hohen Ölpreises im ersten Quartal dieses Jahres 15 Prozent weniger verdient als zur gleichen Vorjahreszeit. Sorgen müssen sich die Anleger um ihren Konzern dennoch nicht: Noch immer blieben mehrere Tausend Millionen Euro Gewinn übrig - und ihre Dividende steigt.

London - Der Ölkonzern British Petroleum (BP)  hat in den ersten drei Monaten dieses Jahres schlechtere Geschäfte gemacht als vor Jahresfrist. Der Überschuss verringerte sich von 6,6 Milliarden auf 5,6 Milliarden Dollar, das sind umgerechnet rund 4,5 Milliarden Euro. Gleichwohl will der Konzern seinen Aktionären mehr Geld ausschütten. Die Quartalsdividende soll um rund 10 Prozent von 8,5 Cent auf 9,375 Cent angehoben werden. Auf Aktien-Basis berechnet ergab sich ein leichter Ergebnisanstieg von 25,61 auf 25,66 Dollar.

Das geschäftliche Umfeld sei im ersten Quartal stärker gewesen als noch im Auftaktquartal 2005, hieß es bei BP. Die Erlöse aus dem Öl- und Gasgeschäft seien höher ausgefallen. Dagegen seien die Margen im Raffineriegeschäft leicht gesunken. Vor Sonderposten sei das Ergebnis im ersten Quartal um 7 Prozent gestiegen. Der Konzern hatte im ersten Quartal 349 Millionen eigene Aktien zurückgekauft und hierfür vier Milliarden Dollar gezahlt.

Zu schaffen machte dem Konzern im ersten Quartal noch der Wiederaufbau einiger Produktionsstätten vor allem im Golf von Mexiko, die im vergangenen Jahr von Wirbelstürmen zerstört worden waren. Der Konzern hatte deshalb auch eine Raffinerie in Texas schließen müssen. Für das laufende Jahr stellte BP weiterhin eine Produktion von 4,1 Millionen bis 4,2 Millionen Barrel pro Tag in Aussicht. Im ersten Quartal lag die Produktion bei 4,035 Millionen Barrel pro Tag.

An der Börse zählen BP-Aktien heute nicht zu den Stützen des Handelsgeschäftes. Zu viele Händler waren verblüfft, dass BP noch immer nicht alle kaputten Produktionsanlagen reparieren lassen konnte. Der BP-Aktienkurs fällt heute um 0,4 Prozent auf rund 10,20 Euro.

manager-magazin.de mit Material von ap und dpa

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