Viag Interkom Provider an die Börse?

Angeblich will Veba das Viag-Aktienpaket aus dem Landesbesitz Bayerns mit zehn Prozent Aufschlag übernehmen. Nach der Fusion soll die Mobilfunktochter Viag Interkom an die Börse gehen.

München/Düsseldorf - Die Spekulationen sorgten an der Börse für Aufregung. Der Viag-Kurs legte weit stärker zu als der Dax. Veba sackte dagegen etwas ab.

Weder die beiden Konzerne noch die Staatskanzlei wollten die angebliche Veba-Offerte für die 25-prozentige Beteiligung des Freistaats an Viag kommentieren. "Wir äußern uns nicht, bevor die Verhandlungen perfekt sind", sagte eine Viag-Sprecherin. Bei Veba hieß es: "Den Bericht kommentieren wir nicht, es gibt noch offene Punkte".

Laut "Handelsblatt" soll als Ergebnis der Fusionsgespräche die Veba ihre Beteiligung an E-Plus verkaufen. Viag Interkom solle dagegen bis zum geplanten Erreichen der Gewinnschwelle im Jahr 2001 im Konzern bleiben und dann an die Börse gehen. Dazu hieß es bei Viag: "Ein Börsengang ist derzeit nicht angesagt."

Viag Interkom gehört zu je 45 Prozent Viag und British Telecom (BT). Zehn Prozent hält die norwegische Telenor. BT-Europa-Chef Pat Gallagher sagte der "Süddeutschen Zeitung", für einen Interkom-Börsengang sei es zu früh. "Aus Sicht von BT gibt es momentan keinen Grund für einen Börsengang."

Aus Verhandlungskreisen verlautete, die Teilnehmer rechneten mit einem Abschluss noch im September. Ein Sprecher der bayerischen Staatskanzlei sagte: "Die Gespräche verlaufen positiv. Entscheidungen sind aber noch nicht gefallen."