Axa Colonia Albingia-Kauf lohnt erst in etlichen Jahren

In einem Jahr ist der Versicherer Albingia nur noch Geschichte. Die Aktionäre des Käufers Axa Colonia genehmigten heute die Übernahme. Amortisieren wird sich der Zukauf aber erst in etlichen Jahren.

Köln - Die Aktionäre der Axa Colonia Konzern haben ihre Zustimmung zum Beherrschungsvertrag mit der Albingia Versicherung-AG erteilt. Auf der ausserordentlichen Hauptversammlung am Freitag in Köln stimmten über 99 Prozent (präsent waren 75,1 Prozent des Kapitals) für die Integration.

Der Vorstandsvorsitzende, Claus-Michael Dill, betonte die Vorteile des Zusammenschlusses, bei dem der Markenname Albingia ab Ende September 2000 verschwinden wird. Durch den Zukauf verbessere sich die Wettbewerbsposition auf dem deutschen Markt deutlich.

Zwar berge der Erwerb eines Sachversicherers wie die Albingia angesichts der aktuell schwierigen Marktsituation Risiken, doch entscheide sich der Wettbewerb vor allem nach Größe und Profilierung. Die Axa Colonia ist nach Angaben von Dill der drittgrößte Industrieversicherer hierzulande mit einem Marktanteil von neun Prozent.

Die Albingia bringe Know-how in Spezialbereichen wie technischen Versicherungen, Transportversicherung und Event-Versicherung mit. Eine weitere Stärke des künftigen Hamburger Partners sei die gute Position im Maklervertrieb.

Dill schloss weitere Akquisitionen der Axa Colonia nicht aus. Teil der Strategie des Versicherers sei auch externes Wachstum. Aus der Nordstern-Integration habe der Konzern viel gelernt, was jetzt bei der Albingia-Übernahme angewandt werden könne. Dieses Fusions-Know-how werde auch in Zukunft von Vorteil sein.

Dill bezifferte die Einmalkosten für die Integration der Albingia auf unterhalb von 300 Millionen Mark. Demgegenüber ständen Synergieeinsparungen von jährlich rund 100 Millionen Mark nach drei Anlaufjahren - zur Hälfte auf der Informatikseite, zur Hälfte durch Personaleinsparungen.