US-Börse Währungsfonds warnt vor Spekulationsblase

Drei Faktoren signalisieren eine Spekulationsblase an den den US-Aktienmärkten, meint der Internationale Währungsfonds. Die könnte in den nächsten Monaten platzen und die Finanzmärkte weltweit nach unten reissen.

Washington - Die wachsende Gefahr eines Platzens der Spekulationsblase an den US-Aktienmärkten stellt nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) in den kommenden Monaten das größte einzelne Risiko für die Weltfinanzmärkte dar.

Laut dem jüngsten vom IWF erstellten Internationalen Kapitalmarktbericht signalisieren die drei Schlüsselfaktoren, die die Verdreifachung der US-Aktienkurse seit 1995 unterstützt haben, nun den Beginn eines möglichen Gegentrends.

Erstens hätten die US-Leitzinsen ihren Tiefpunkt durchschritten und ein Zyklus von Zinserhöhungen scheine begonnen zu haben, so der IWF.

Zweitens würden daraus resultierend die Unternehmensgewinne wahrscheinlich unter Druck kommen und drittens hätten 1999 die Geldflüsse in Investmentfonds abgenommen.

"Die Abschwächung dieser unterstützenden Faktoren impliziert eine verstärkte Anfälligkeit der US-Aktienkurse für Erschütterungen, wie eine stärker als erwartet ausgefallene Straffung der Geldpolitik, ein schwächer als erwartet eingetretenes Wachstum der Unternehmenserträge und eine Verschlechterung der Investorenbefindlichkeit", heißt es in dem IWF-Bericht.

Die erwartete Abschwächung des US-Aktienpreisniveaus kann nach Auffassung des IWF die Zinssätze in der Welt nach oben treiben und vielversprechende Anzeichen eines Wirtschaftswachstums in anderen Industrienationen und angeschlagenen Emerging Markets abwürgen.