Vier Milliarden Euro BMW peilt Rekordergebnis an

Im Geschäftsjahr 2005 musste der Autobauer BMW beim Vorsteuerergebnis ein kräftiges Minus hinnehmen. Für 2006 strebt der Konzern wieder Rekordzahlen an. Vier Milliarden Euro will BMW im laufenden Jahr verdienen und auch beim Fahrzeugabsatz neue Bestmarken setzen.

München - Der Autobauer BMW  will im laufenden Geschäftsjahr das höchste Ergebnis seiner Geschichte schreiben und einen neuen Absatzrekord erreichen. "Es ist unser Ziel, im laufenden Geschäftsjahr auf Konzernebene ein Ergebnis vor Steuern von 4 Milliarden Euro zu erzielen", sagte Konzernchef Helmut Panke am Mittwoch bei der Vorlage der Konzernbilanz für 2005. "Wir wollen auch in den kommenden Jahren unseren profitablen Wachstumskurs fortsetzen und eine im Branchenvergleich überdurchschnittliche Rendite erzielen."

Dabei werden die Münchener laut Panke vom positiven Effekt von bislang 350 Millionen Euro aus der Veräußerung ihrer Rolls-Royce-Anteile profitieren. BMW hat die Beteiligung von zuvor über 9 Prozent auf knapp 2,8 Prozent gesenkt. Im vergangenen Jahr war die Konzernbilanz im Gegenzug durch rund 356 Millionen Euro im Zusammenhang mit einer Optionsverpflichtung aus der Umtauschanleihe auf die Anteile an Rolls-Royce belastet worden. Dieser Effekt fällt nun weg.

Panke ließ sich nun ungewohnt früh im Jahr auf eine konkrete Gewinnprognose ein. Panke begründete den Schritt damit, dass die Aktien des Autobauers an der Börse sonst wohl "abgestraft" worden wären. Das BMW-Papier kletterte nach Veröffentlichung der Pläne um gut 3 Prozent auf 43,20 Euro.

CO2-Emission einer Reise von Hamburg nach München (einfache Strecke) LFU-Rechner Atmosfair-Rechner Quarks Co.-Rechner

Flug ***

190 Kg

170 Kg

175 Kg

Bahn

50 Kg

k.A. **

62,5 Kg

Auto *

150 Kg

k.A. **

110 Kg

BMW Z4 Coupé

BMW Z4 Coupé

BMW X3 mit Aerodynamik Paket

BMW X3 mit Aerodynamik Paket

BMW 3er Touring

BMW 3er Touring

BMW 320si Limousine

BMW 320si Limousine

IAA-Studie des Z4 Coupés

IAA-Studie des Z4 Coupés

BMW 645 Ci

BMW 645 Ci

BMW 5er Touring

BMW 5er Touring

BMW 1er

BMW 1er

BMW 3er Touring

BMW 3er Touring

Gepanzerter BMW X5 Security

Gepanzerter BMW X5 Security

BMW Z4 Coupé

BMW Z4 Coupé

BMW 7er

BMW 7er

Im vergangenen Jahr war der Vorsteuergewinn wegen Wechselkurseffekten, höherer Rohstoffpreise und der Kosten einer Wandelanleihe um 8 Prozent auf 3,28 Milliarden Euro zurückgegangen. Der Jahresüberschuss hielt mit 2,239 Milliarden Euro knapp das Vorjahresniveau. Mit knapp 1,33 Millionen ausgelieferten Fahrzeugen (plus 9,9 Prozent) erreichte BMW eine neue Bestmarke beim Absatz und steigerte den Umsatz dadurch auf das Rekordniveau von fast 46,66 Milliarden Euro (plus 5,2 Prozent).

Die Ergebnisentwicklung werde auch im laufenden Jahr steigenden Rohstoffpreisen und Währungseffekten gedämpft, sagte Panke. Jedoch sollten diese nicht so hoch ausfallen wie im Vorjahr. Im vergangenen Jahr hatten die Belastungen früheren Aussagen des Konzernchefs zufolge rund 1 Milliarde Euro betragen. Wie im Vorjahr will BMW durch Effizienz- und Produktivitätssteigerungen entgegensteuern. Positiv sollten sich zudem ein verbesserter Modellmix und das angepeilte Absatzwachstum auswirken.

Nach einem Absatzrekord in 2005 werde BMW die Auslieferungen in diesem Jahr auf einen weiteren Höchstwert steigern, bekräftigte Panke. In den ersten beiden Monaten hatten die Münchener weltweit rund 14 Prozent mehr Fahrzeuge abgesetzt, dieses Wachstumsniveau werde der Konzern aber im Laufe des Jahres 2006 nicht halten können, betonte der Konzernchef erneut. Panke verwies auf den Modellwechsel etwa bei der 3er Limousine und beim 3er Touring, die in den ersten beiden Monaten Wachstumstreiber gewesen seien, sowie auf den Produktionsausfall bei der Kapazitätserweiterung im Mini-Werk Oxford, der nicht kompensiert werden könne.

Langfristig will BMW seine Modellpalette auch um alternative Antriebskonzepte ergänzen. Früher als bislang geplant soll deshalb ein sowohl mit Benzin als auch mit Wasserstoff angetriebenes Auto auf den Markt kommen. "Wir werden in weniger als zwei Jahren solch ein Fahrzeug der Öffentlichkeit vorstellen", sagte ein BMW-Sprecher. Zunächst solle eine Kleinserie von wenigen hundert Wagen angeboten werden, deren Verbrennungsmotor sowohl mit dem Gas als auch mit herkömmlichem Super-Benzin betrieben werden könne. Wegen des größeren Platzbedarfs der zwei Tanks werde es den Hybrid-Motor zunächst nur in den 7er-Modellen geben.

dpa-afx, reuters

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