Goldman Sachs Fast historisches Niveau

Goldman Sachs hat im ersten Quartal Rekordeinnahmen verzeichnet. Der Überschuss stieg verglichen mit den entsprechenden Vorjahresmonaten um hohe 62 Prozent. Nur einmal haben die Banker in der Vergangenheit noch besser verdient als in den ersten Monaten dieses Jahres – während des Aktienjahrhundertbooms im Jahr 2000.

New York - Die drittgrößte US-Investmentbank Goldman Sachs  hat im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2005/06 ein Rekordergebnis erzielt. Getragen von einem freundlichen Marktumfeld sei der Überschuss um 62 Prozent auf 2,45 Milliarden Dollar geklettert, teilte die Bank am Dienstag in New York mit.

Der Gewinn je Aktie sei vor Kosten für Mitarbeiteroptionsprogrammen um 84 Prozent auf 5,41 Dollar gestiegen. Experten, die vor Veröffentlichung der Geschäftszahlen befragt worden waren, hatten mit einem geringeren Anstieg gerechnet. Die Goldman-Sachs-Aktie legte vorbörslich um 3,82 Prozent auf 146,09 Dollar zu und näherte sich damit dem Anfang März erreichten Rekordhoch von 147,48 Dollar.

Im klassischen Investmentbankinggeschäft, der Beratung bei Übernahmen und Fusionen sowie der Ausgabe von Aktien und Anleihen, erzielte Goldman Sachs das zweitbeste Ergebnis der Unternehmensgeschichte. Besser schnitt die Bank nur während des Internetbörsenbooms zur Jahrtausendwende ab. Neue Rekorde erzielte Goldman Sachs auch im Handel mit festverzinslichen Wertpapieren und dem von Aktien sowie von Rohstoffen.

Zwar könne die Bank nicht in jedem Quartal solche Rekordergebnisse verbuchen, sagte Konzernchef Henry M. Paulson Jr. Doch Goldman Sachs sehe weiterhin attraktive Möglichkeiten und starke Kundenaktivitäten.

Nach Bekanntgabe der Goldman-Sachs-Quartalszahlen drehten ausgewählte deutsche Finanzaktien ins Plus. Der Kurse der Deutsche-Bank-Anteilsscheine  beispielsweise stieg um 0,13 Prozent auf 93,60 Euro.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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