Börsen Anleger in Kauflaune

Die Bullen sind los: Am Frankfurter Parkett gabeln sie die Aktienkurse mit ihren Hörnern in luftige Höhen.

Frankfurt/Tokio/New York - Angetrieben durch haussierende Autoaktien ist der Dax am Dienstag um mehr als zwei Prozent gestiegen. Bis 13.15 Uhr legte er im Parketthandel um 2,48 Prozent auf 4691,05 Punkte zu. Der Xetra-Dax sprang um 2,51 Prozent auf 4694,43 Zähler hoch.

VW und BMW bestimmten das Tempo. Die Aktien des Wolfsburger Autoherstellers verteuerten sich um knapp sieben Prozent auf 126,60 Mark. BMW-Aktien legten um über acht Prozent auf 1200 Mark zu. Daimler stiegen nach den hohen Vortagesgewinnen lediglich um knapp zwei Prozent auf 136 Mark.

Lufthansa, Henkel, Hoechst, Siemens und Deutsche Bank standen mit Aufschlägen bis über vier Prozent in der zweiten Reihe der Favoriten. Lufthansa profitierte von der noch engeren Zusammenarbeit mit der skandinavischen Fluggesellschaft SAS. Weit abgeschlagen waren Degussa. Die Aktien des vor der Fusion mit Hüls stehenden Chemie- und Edelmetallkonzerns gaben um fast sechs Prozent auf 81 Mark nach. Damit waren sie vorläufiger Tagesverlierer. Aktien der Deutschen Telekom fielen um über zwei Prozent auf 46 Mark. Die andauernden Querelen mit der privaten Konkurrenz machten der T-Aktie zu schaffen.

Der Dollar verteidigte seine frühen Kursgewinne und pendelte um die Marke von 1,66 Mark. Die Unze Gold kostete beim ersten Londoner Fixing 293,00 Dollar und damit 1,55 Dollar mehr als am Montag nachmittag.

In Tokio hat die Aktienbörse knapp behauptet geschlossen. Der Nikkei 225 ging mit einem geringen Verlust von 22,78 Punkten beim Stand von 13.820,68 Zählern aus dem Markt. Händler beschrieben das Geschäft als sehr ruhig. Angesichts der fortdauernden Schwierigkeiten, Japan wieder aus der Rezession zu führen, gebe es derzeit kaum Anlaß für Aktienkäufe, hieß es. Am Devisenmarkt legte der Dollar erneut zu und wurde um 15 Uhr Ortszeit mit 119,27/30 Yen nach 118,85/87 Yen am Montag nachmittag gehandelt.

An der New Yorker Börse hatte sich am Montag kein einheitlicher Trend durchgesetzt. Der Handel wurde um die Mittagszeit aufgrund technischer Probleme für etwa 45 Minuten unterbrochen. Der Dow Jones Index fiel um 20,08 Punkte auf 8432,21 Zähler. Der technologielastige Nasdaq Index stieg um 31,12 Punkte auf 1724,98 Einheiten. Zu den Dow-Jones-Gewinnern gehörten AT&T, IBM, 3-M und DuPont. Im Technologiesektor stiegen Dell, Microsoft, Intel und 3-Com. Die Rendite 30jähriger Staatsanleihen fiel auf 5,10 Prozent.

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