LVMH Luxus verkauft sich immer

Im vergangenen Jahr hat der französische Luxusartikler Moet Hennessy Louis Vuitton seinen Gewinn um rund ein Fünftel gesteigert. Besonders in den USA und Asien boomte das Geschäft. Jetzt zeigt sich der Konzern auch für 2006 sehr optimistisch.

Paris – Der französische Luxusartikelkonzern Moet Hennessy Louis Vuitton LVMH  hat sein Nettoergebnis 2005 um 21 Prozent von 1,19 auf 1,44 Milliarden Euro gesteigert. Das Unternehmen begründete am Donnerstag den Aufschwung mit einem starken zweiten Halbjahr in den Kerngeschäftsbereichen Getränke und Lederwaren in den USA und Asien. Analysten hatten im Durchschnitt ein Nettoergebnis von 1,46 Milliarden Euro erwartet. Die LVMH-Aktie kletterte um 4,9 Prozent auf 80,30 Euro.

Ohne die Kosten, die die vorübergehende Schließung des Pariser Kaufhauses Samaritaine verursacht hat, sei das Nettoergebnis sogar um 32 Prozent gestiegen, teilte der Konzern mit. Kaufhaus müsse sechs Jahre lang wegen Reparaturen geschlossen bleiben. Dadurch seien dem Unternehmen Belastungen von 147 Millionen Euro allein im ersten Halbjahr 2005 entstanden. Mit weiteren Aufwendungen für das zweite Halbjahr werde gerechnet. Die Kosten stünden im Zusammenhang mit der Entlassung von 1350 Kaufhausangestellten.

Der operative Gewinn stieg um 16 Prozent auf mehr als 2,7 Milliarden Euro. Wie das Unternehmen bereits im Januar bekannt gegeben hatte, betrug der Umsatz im vergangenen Jahr 13,9 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Plus von 11 Prozent.

Nach einem außerordentlich guten Jahr 2005 sei LVMH auch gut für das laufende Jahr positioniert, hieß es. "2006 wird erneut ein Jahr mit starkem Wachstum", sagte Konzernchef Bernard Arnault. Die Gruppe verzeichne zu Jahresbeginn weiter ein zweistelliges Umsatzwachstum. Ziel sei ein "sehr deutliches Plus bei den Ergebnissen 2006".

dpa-afx, vwd