Geschäftsjahr 2005 Fiat zahlt keine Dividende

Der Fiat-Konzern wird für das abgelaufene Geschäftsjahr keine Dividende zahlen. Über eine Modelloffensive will der Autobauer auf dem deutschen Markt wieder zu alter Stärke zurückfinden, hieß es am Dienstag weiter.

Mailand/Genf - Die Fiat-Konzern , dessen Autosparte das Kerngeschäft des größten italienischen Industriekonzerns ist, zahlt für das Jahr 2005 erwartungsgemäß keine Dividende. Das Board habe den Jahresabschluss für 2005 außerdem gebilligt, teilte Fiat am Dienstag mit.

Der Konzern bestätigte den Nettogewinn in der Gruppe von 1,42 Milliarden Euro sowie den Nettogewinn der Fiat SpA von 223 Millionen Euro. Die vorläufigen Zahlen hatte das Unternehmen am 30. Januar vorgelegt. CEO Sergio Marchionne hatte damals erklärt, Fiat werde wieder eine Dividende zahlen, wenn die Zielvorgaben für die Jahre 2006 und 2007 erreicht würden.

Das positive Ergebnis geht vor allem auf eine einmalige Zahlung des US-Auto-Riesen General Motors  in Höhe von 1,5 Milliarden Euro zurück. GM hatte sich im Frühjahr von einer Übernahmeverpflichtung der maroden Autosparte freigekauft.

Der italienische Autokonzern Fiat ist indes nach den ersten beiden Monaten des Jahres optimistisch, seine Ziele für den deutschen Markt erreichen zu können. "Wir lagen auch im Februar auf Zielkurs", sagte Deutschland-Chef Werner Frey am Dienstag auf dem Genfer Autosalon. Fiat plant in diesem Jahr in Deutschland einen Absatz von rund 120.000 Fahrzeugen nach rund 87.600 im Jahr 2005.

Schon der Start ins Jahr verlief aus Fiat-Sicht in Deutschland erfreulich. Mit 6180 Autos gab es ein Zulassungsplus von 52,1 Prozent. Frey sagte, bis 2008 wolle Fiat auf dem deutschen Markt den Absatz auf 150.000 Fahrzeuge steigern. Die Modelloffensive der Italiener biete dafür eine gute Basis. Fiat hatte im vergangenen Jahr weltweit knapp 1,7 Millionen Autos verkauft, das sind in Stückzahlen 3,9 Prozent weniger als im Vorjahr.

In Genf stellte der Konzern die Weltpremieren des Roadsters Alfa Romeo Spider und des Alfa Romeo 159 Sportwagon vor. Der Sportwagon, der von März an in Deutschland bei den Händlern steht, habe das Zeug zum Volumenmodell, sagte Frey. Ansonsten wird das Wachstum von Fiat vor allem von dem Grande Punto getrieben, von dem 2006 rund 30.000 abgesetzt werden sollen.

mm.de mit Material von vwd,dpa

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