Q-Cells Gewinnsprung

Deutschlands Solarhersteller sorgen für Aufsehen. Q-Cells beispielsweise hat seinen Gewinn im vergangenen Jahr gleich um mehrere hundert Prozent gesteigert. An der Börse verlieren die Aktien des Unternehmens dennoch an Wert.

Thalheim, Sachsen-Anhalt - Der Solarzellenhersteller Q-Cells  hat seinen Gewinn 2005 mehr als verdreifacht und damit die eigenen Prognosen übertroffen. Der Jahresüberschuss habe sich von zwölf Millionen Euro in 2004 auf 39,9 Millionen Euro im vergangenen Jahr erhöht, teilte das Unternehmen am Dienstag in mit. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) kletterte auf 63,2 Millionen Euro, nach 19,6 Millionen Euro in der Vorjahresperiode. Der Umsatz lag bei 299,4 Millionen Euro - ein Plus von 133 Prozent gegenüber 2004.

Der Börsenneuling schnitt damit besser ab als vom Vorstand prognostiziert. Die Firmenführung hatte einen Umsatz von 290 Millionen Euro und einen Überschuss von rund 37 Millionen Euro als Zielmarken ausgegeben.

Seine Produktion erhöhte der Solarzellenhersteller im vergangenen Jahr um 118 Prozent auf eine Gesamtspitzenleistung von 165,7 Megawatt. Q-Cells gehörte damit nach eigenen Angaben zum Ende des Jahres zu den drei weltweit größten Solarzellenherstellern. Die Exportquote baute die im vergangenen Oktober an die Börse gegangene Firma auf 36,8 Prozent aus. Bis 2007 will Q-Cells den Anteil des Auslandsumsatzes auf mehr als 50 Prozent steigern. Q-Cells hat rund 770 Beschäftigte.

Die Aktien des Solarzellenherstellers Q-Cells verlieren heute dennoch an Wert. Kurz nach Börseneröffnung lagen die Titel zwar noch mit mehr als 5 Prozent im Plus bei 93,20 Euro. Mittlerweile müsse Q-Cells-Anleger aber ein Minus in Höhe von mehr als 2 Prozent auf etwa 86,90 Euro hinnehmen.

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters

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