Eon Sieben Euro Dividende nach Rekordgewinn

Deutschlands größter Energiekonzern hat im abgelaufenen Geschäftsjahr seinen Nettogewinn um mehr als 70 Prozent gesteigert. Trotz der geplanten milliardenschweren Übernahme will das Unternehmen seinen Aktionären eine Dividende von sieben Euro zahlen.

Frankfurt - Eon  hat im vergangenen Jahr den Gewinn auf Grund von Verkäufen um mehr als 70 Prozent gesteigert und will nun seinen Aktionären eine Sonderdividende ausschütten.

Der Konzernüberschuss sei dank der Erlöse für die Immobilientochter Viterra und das Gasunternehmen Ruhrgas auf 7,4 Milliarden Euro geklettert, gut drei Milliarden Euro mehr als im Jahr zuvor, teilte Eon am Dienstag mit. Der Konzern schlug eine Dividende für 2005 von sieben Euro je Aktie vor. Darin sei eine Sonderausschüttung von 4,25 Euro enthalten, teilte Eon weiter mit.

Der Konzernumsatz verbesserte sich unter anderem infolge der Preisanhebungen für Strom und Gas um 21 Prozent auf 56,4 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erhöhte sich den Angaben zufolge lediglich um 5 Prozent auf 10,3 Milliarden Euro. Höhere Großhandelspreise sowie größere Stromerträge aus Wasserkraftwerken in Skandinavien hätten zu der Verbesserung beigetragen.

Wie Eon am Morgen weiter mitteilte, will der Energiekonzern den spanischen Versorger Endesa  für 29,1 Milliarden Euro übernehmen. Es werde ein Angebot von 27,50 Euro je Endesa-Aktie in bar abgegeben. Am Montag hatten die Endesa Papiere bei 25,48 Euro geschlossen.

Aktien von Eon  verteuerten sich bis Dienstagmittag um 4,24 Prozent auf 97,40 Euro und führten damit den Dax  an. Zeitweilig hatte das Plus rund 6 Prozent betragen. Im Sog von Eon kletterten die Aktien von RWE  ebenfalls um mehr als 4 Prozent auf 73,21 Euro. Die zunächst vom Handel ausgesetzten Endesa-Papiere notierten bei Wiederaufnahme in der Spitze rund 8 Prozent fester mit 27,43 Euro.

reuters