Japan Japans Arbeitsmarkt mit Negativ-Rekorden

Die Arbeitslosenquote ist weiterhin auf Rekordniveau. Nur im Diensleistungssektor nimmt die Beschäftigung zu.

Tokio - Die Lage auf dem japanischen Arbeitsmarkt hat sich im September weiter verschlechtert. Wie das Verwaltungsministerium am Dienstag mitteilte, kamen auf 100 Arbeitsuchende nur noch 49 Stellen. Das sei der schlechteste Wert seit Beginn solcher Statistiken vor 35 Jahren. Die offizielle Arbeitslosenquote lag mit 4,3 Prozent im Vergleich zum August unverändert auf Nachkriegsrekord. Bei Männern lag die Quote ebenfalls unverändert bei 4,4 Prozent, während sie bei Frauen um 0,1 Prozentpunkte auf 4,2 Prozent sank.

Die Zahl der als arbeitlos registrierten Personen verringerte sich zwar zum Vormonat um 20.000 auf 2,95 Millionen. Doch gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht dies einer Zunahme um 25 Prozent. Von den Betroffenen hatten 870.000 ihren Job unter anderem in Folge von Umstrukturierungen oder Firmenpleiten verloren.

Die Gesamtzahl der Beschäftigten sank im Vorjahresvergleich um 700.000 auf 65,26 Millionen. Die Baubranche zählte 450.000 Menschen weniger, während die Zahl der Beschäftigten in der Industrie um 830.000 sank. Im Dienstleistungsektor nahm die Beschäftigung dagegen zu.

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