Premiere Wieder schwarze Zahlen

Der Bezahlfernsehsender Premiere hat im abgelaufenen Jahr wieder schwarze Zahlen geschrieben, allerdings die Erwartungen der Märkte zum Teil verfehlt. Vorstandschef Georg Kofler drückt sich um eine Prognose.

München - Der Bezahlfernsehsender Premiere  hat 2005 sein operatives Ergebnis deutlich gesteigert und den Sprung in die Gewinnzone geschafft. Allerdings verfehlte Premiere-Chef Georg Kofler mit den am Dienstag vorgelegten Geschäftszahlen zum Teil die Erwartungen von Analysten.

Das operative Ergebnis (Ebitda) sei im Gesamtjahr um 73,5 Prozent auf 137,5 Millionen Euro gestiegen, teilte Premiere mit. Auch unter dem Strich habe Premiere mit 48,7 Millionen Euro schwarze Zahlen geschrieben. Im Jahr davor war noch ein Verlust von 80,6 Millionen Euro angefallen. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Ebitda von 138,3 Millionen Euro und einem Überschuss von 61,6 Millionen Euro gerechnet.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) legte von minus 2,7 Millionen Euro auf plus 55,9 Millionen Euro zu. Beim Umsatz erzielte der Sender eine Steigerung von 984,8 Millionen auf 1,075 Milliarden Euro.

Im vierten Quartal musste Premiere noch einen Verlust von 3,3 Millionen Euro ausweisen nach einem allerdings deutlich höheren Minus von 24,8 Millionen Euro vor Jahresfrist. Hier hatten die Branchenexperten mit einem Gewinn von 12,6 Millionen Euro gerechnet. Die Zahl der Abonnenten stieg Ende 2005 im Vergleich zum Vorjahr von 3,25 auf 3,57 Millionen.

Zur Zukunft des Bezahlfernsehsenders, der im Dezember die Pay-TV-Rechte an der Fußball-Bundesliga ab der kommenden Saison verloren hatte, äußerte sich Vorstandschef Georg Kofler nur vage. "Insgesamt ist Premiere für den künftigen Wettbewerb im Fernsehmarkt solide und flexibel positioniert", sagte Kofler lediglich. Einen Geschäftsausblick auf das laufende Jahr gab er nicht. Analysten befürchten, dass es nach dem Auslaufen der Bundesliga-Übertragungsrechte in einem halben Jahr einen Einbruch bei den Abonnements geben könnte.

reuters/dpa-afx/ddp

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