Rekordgewinn UBS schwimmt im Geld

Der Schweizer Finanzkonzern UBS hat im Jahr 2005 einen Rekordgewinn erzielt. Dem größten Vermögensverwalter der Welt flossen im vergangenen Jahr 143 Milliarden Schweizer Franken neues Geld zu. Mittlerweile verwaltet der Konzern Vermögen im Wert von 2,7 Billionen Franken.

Zürich - UBS  blickt auf das erfolgreichste Jahr seiner Geschichte zurück. Im vergangenen Jahr erzielte der Schweizer Bankkonzern einen Nettogewinn von 9,844 (Vorjahr (8,089) Milliarden Schweizer Franken. Das ist ein Plus von 28 Prozent.

Hinzu kommt ein außerordentlicher Gewinn von 3,7 Milliarden Franken aus dem Verkauf der Privatbankengruppe an die Bank Bär. Für das laufende Jahr zeigte sich die Bank optimistisch.

2006 habe mit einem positiven Trend begonnen, teilte UBS am Dienstagmorgen mit. Die Wachstumsfaktoren für die Finanzbranche seien intakt und die "Deal-Pipelines" der Investmentbanken seien viel versprechend, erklärte UBS weiter. Den Zielwert für die Eigenkapitalrendite hob die Bank auf 20 Prozent an von bisher 15 bis 20 Prozent.

Der Gewinn des vierten Quartals aus dem fortgeführten Geschäft stellte sich auf 2,629 (Vorjahresquartal 2,021) Milliarden Franken. Von Reuters befragte Analysten hatten den Quartalsgewinn mit 5,93 Milliarden Franken einschließlich des Verkaufsgewinns und auf 2,51 Milliarden Franken ohne den einmaligen Verkaufsgewinn veranschlagt.

Die Ausschüttung soll 3,80 (Vorjahr 3,00) Franken betragen, einschließlich einer einmaligen Nennwertrückzahlung von 0,60 Franken je Aktie. Die Aktie soll im Juli 1:2 gesplittet werden, um die Liquidität zu verbessern. Die Aktie war zu schwer geworden. Die Aktienrückkäufe werden fortgesetzt. Für Aktien an die Mitarbeiter wird eine bedingte Kapitalerhöhung um bis zu 75 Millionen (alte) Aktien vorgeschlagen.

UBS-Konzernchef Peter Wuffli führte den neuerlichen Rekordabschluss laut der Mitteilung nicht nur auf die guten Voraussetzungen auf den Finanzmärkten zurück. Es handle sich auch um das unmittelbare Resultat der UBS-Strategie, die den Kunden ins Zentrum stelle und die auf Wachstum ausgerichtet sei.

Der größte Vermögensverwalter der Welt bezifferte den Neugeldzufluss im Jahr 2005 für das fortgeführte Geschäft mit 148 Milliarden Franken, davon 95,1 Milliarden Franken im Wealth Management. Hier gab es der Bank zufolge bedeutende Zuwächse in Asien.

Im vierten Quartal flossen dem Wealth Management 19,7 Milliarden Franken zu . Ende 2005 verwaltete die Bank Vermögen im Wert von 2,7 Billionen Franken.

Sämtliche Geschäftsbereiche hätten sich verbessert, die Erträge seien schneller gewachsen als die Kosten. Das Aufwand-Ertrags-Verhältnis habe sich um 1,3 Prozentpunkte auf 70,9 Prozent verbessert.

reuters/ap/vwd

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