Bilanz Roche wächst dank Tamiflu

Die Angst vor der Vogelgrippe hat die Nachfrage nach dem Medikament Tamiflu stark gesteigert – und dem Hersteller Roche im abgelaufenen Jahr einen Rekordumsatz beschert. Auch für 2006 rechnet der Schweizer Pharma- und Diagnostikkonzern mit zweistelligem Wachstum.

Zürich - Zwar sank der Reingewinn um 5 Prozent auf 6,73 Milliarden Franken. Doch waren im Jahr davor 2,3 Milliarden Franken Erlös aus dem Verkauf von Geschäftseinheiten im Gewinn enthalten, teilte Roche  am Mittwoch mit. Analysten hatten im Durchschnitt mit 5,62 Milliarden Franken Gewinn gerechnet.

Der Konzernumsatz erhöhte sich in lokalen Währungen um 19 Prozent auf den Rekordwert 35,51 Milliarden Franken, so Roche. Die Pharmadivision wuchs in lokalen Währungen um 25 Prozent auf 27,27 Milliarden sfr und damit, so Roche, vier mal so schnell wie der globale Markt. Wachstumsträger waren dabei Krebsmedikamente wie Avastin oder Tarceva, aber auch das Grippemittel Tamiflu, mit dem sich viele Länder für den Fall einer Vogelgrippe-Pandemie eingedeckt haben.

Der Betriebsgewinn vor Sonderpositionen erhöhte sich um 33 Prozent auf 9,03 Milliarden Franken. Die Betriebsgewinnmarge stieg damit um 2,5 Prozentpunkte auf 25,4 Prozent. Roche will für 2005 eine Dividende von 2,50 Franken je Aktie und Genussschein zahlen, 25 Prozent mehr als im Vorjahr.

Im laufenden Jahr 2006 rechnet Roche für beide Division Pharma und Diagostics in lokalen Währungen mit einem Verkaufswachstum über dem Marktdurchschnitt. Im Konzern und in der Pharma-Division soll das Wachstum dabei weiter zweistellig ausfallen.

rtr

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